Erstellt am 14. September 2015, 14:55

von Hans Kopitz

„Schneeflocke“ ist originell verkleidet. Beate Getzinger (23) hat sich der Herstellung von spezieller Kleidung verschrieben.

Wird sie nun Richterin oder steht ihr eine große Karriere als Kostümbildnerin bevor? Die Zukunft wird es zeigen. Beate Getzinger alias »LaYukiNoire« ist auch auf Facebook vertreten.  |  NOEN, Danielle Noir

Viele User kennen sie aus Facebook, viele Menschen von diversen Veranstaltungen - und die anderen von der Uni, denn sie studiert Jus: LaYukiNoire - „Schwarze Schneeflocke“ auf gut japanisch/französisch - nennt sich die 23-jährige gebürtige Traismaurerin Beate Getzinger, die jetzt in Prinzersdorf daheim ist. Sie steht auf besondere (Ver-)Kleidung, die sie bei verschiedenen Veranstaltungen nicht nur gerne trägt, sondern auch selbst herstellt.

Eigentlich wollte Yuki-Beate ja ursprünglich Schauspielerin werden, aber die Eltern gaben ihr für einen „Hungerberuf“ wenig bis keine Unterstützung. „Sie sind auch von meinem etwas ausgefallenen Hobby nicht gerade begeistert, aber meiner Schwester Vanessa gefällt es - und das freut mich“, erzählt die Künstlerin.

Die Ideen für ihre Kostüme, die sie zu 90 Prozent selbst herstellt, holt sie sich bei Filmen, Games und verschiedenen einschlägigen Veranstaltungen, wie kürzlich bei der „AniNite“ in Schwechat, der größten Anime- und Manga-Convention. Das Material, aus dem sie gefertigt sind, besteht meist aus Worbla (Worbla’s Finest Art), einem Kunststoff/Holz-Gemisch oder einfachen Schaumstoffmatten.

„Ich warte, dass die Welle überschwappt“

„Bei uns ist dieses Genre noch nicht so richtig durchgedrungen, ich warte darauf, dass diese Welle aus Deutschland, wo sie ganz groß ist, auch zu uns überschwappt. Vor rund einem Jahr habe ich mit der Herstellung dieser Kostüme angefangen und es macht mir großen Spaß. Zurzeit betrachte ich es als Hobby, aber vielleicht wird mehr daraus, wenn die Aufträge steigen“, so die Studentin, die den Beruf einer Richterin anpeilt, wenn sie die schweren Prüfungen schafft

Auf alle Fälle kann sie sich die Kostümherstellung als zweites Standbein vorstellen.