Erstellt am 15. Februar 2016, 11:34

von Alex Erber

Sicherheit auf Schienen "auf höchstem Niveau". ÖBB versichert: Auf den eingleisigen Strecken ab Herzogenburg ist Sicherheit garantiert. Züge fahren in jenen Bahnhöfen aneinander vorbei, in denen es mehrere Schienenstränge gibt.

Eingleisig, aber sicher: Das Bild zeigt eine Pendlergarnitur zwischen Herzogenburg und Statzendorf.  |  NOEN, Hans Kopitz

Elf Tote, dutzende Verletzte: Das ist die schreckliche Bilanz eines Zugsunglücks in Bayern. Zwei Garnituren waren auf einer eingleisigen Strecke bei vollem Tempo ungebremst ineinander gekracht.

Eingleisig? Von Herzogenburg aus gesehen gibt es eingleisige Schienenstränge Richtung St. Pölten, Krems und Tulln. Da steigt man doch mit mulmigem Gefühl ein, doch für Beunruhigung besteht kein Grund: „Die Sicherheitsstandards befinden sich durchwegs auf höchstem Niveau“, versichert ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif. Zudem seien die Fahrpläne so ausgelegt, dass ein Zusammentreffen von Zügen „auf offener Strecke“ unmöglich ist: „Sie fahren in Bahnhöfen, wo es mehrere Gleise gibt, aneinander vorbei.“ Beispiele dafür sind etwa St. Pölten-Viehofen, Herzogenburg, Traismauer oder Moosbierbaum-Heiligeneich.

Über die Unfallursache in Bayern herrscht nach wie vor Rätselraten, heftig spekuliert wird über menschliches Versagen: „Auch für viele Experten ist der Unfall nach wie vor rätselhaft. Ich denke, dass die nächsten Tage und Wochen Aufklärung bringen werden“, so Seif.