Erstellt am 26. Februar 2013, 08:24

Spatenstich leitet die Großbaustelle ein. Pröll und Zwicker sind stolz auf die gute Zusammenarbeit. Die neue Auffahrt ist vorerst das letzte Großprojekt.

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Von Hans Kopitz

HERZOGENBURG | Der Spatenstich zum Megaprojekt in der Stiftsstadt ist vollzogen, der Bau der neuen S-33-Anschlussstelle kann beginnen.
Bürgermeister Franz Zwicker begrüßte zur Feier auch Landeshauptmann Erwin Pröll, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich den Spaten in die Hand zu nehmen, sowie NÖ Straßenbaudirektor Peter Beiglböck und Asfinag-Vorstandsdirektor Alois Schedl.

Zwicker blickte in seiner Ansprache auf die vergangenen zehn Jahre zurück: „Der Bahnhofsumbau, der Rathausplatzumbau, die barrierefreie Gestaltung der Innenstadt-Gehsteige und die Fernwärme sind Beispiele für Projekte, die das Stadtbild wesentlich verändert haben.“ Er betonte, dass das Projekt, das nächstes Jahr für den Verkehr freigegeben wird, das letzte Großprojekt in nächster Zeit sein wird: „2015 ist wieder ein Wahljahr - und da wird es keine Großbaustelle mehr geben.“

Straßenbaudirektor Beiglböck stellte kurz und bündig das Projekt vor und wies darauf hin, dass der Anschluss Traisenbrücke mit dem Rad- und Gehweg an den Kreisverkehr angepasst werden müsse. Diese Vorarbeiten in der Höhe von rund 500.000 Euro haben Land und Gemeinde zu tragen. Asfinag-Direktor Schedl zeigte auf, dass die neue Anschlussstelle die Sicherheit und Lebensqualität in Herzogenburg maßgebend erhöhen wird. Zugleich bat er, den Zeitplan einzuhalten, um die Unkosten nicht zu erhöhen.

Applaus gab es für den Landeshauptmann gleich zu Beginn seiner Ansprache. Er behauptete, auf Direktor Schedl hinweisend: „Reich wirst Du nur, wenn Du zeitgerecht jammerst, denn die Kosten für die Anschlussstelle sind ja nur ein Taschengeld für Dich.“ Pröll dankte dem Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit, die in kurzer Zeit beachtliche Veränderungen gebracht habe und betonte, dass von den insgesamt 13 Millionen, die investiert wurden, fünf Millionen vom Land kamen. Pröll versprach Zwicker, dass das Lkw-Fahrverbot durch die Stadt geprüft werde, noch ehe der neue S-33-Anschluss fertig sein wird: „Es werden ja nicht nur rund 400 Lastkraftwagen, sondern auch rund 8.000 Autos sein, die wir aus der Stadt hinausbringen“, erklärte er stolz.

Auf Seite 2 finden Sie alle Hintergundinfos zur Großbaustelle.



Über das Projekt

• Die S 33 ist insgesamt 27 Kilometer lang und verbindet die A 1 mit der S 5 (Stockerauer Schnellstraße) und dem Knoten Jettsdorf.

• Die neue Anschlussstelle „Herzogenburg Stadt“ wird vier neue Auf- und Abfahrten haben. 6.100 Quadratmeter Fahrbahnoberfläche werden in nur einem Jahr verwirklicht.

• Die Verlagerung des Schwerverkehrs bedeutet weniger Emissionen im Stadtkern. Das bringt eine lokale Verkehrsentlastung und führt zur Erhöhung der Wohn-Attraktivität. Gleichzeitig erhöhen sich Standortattraktivität und Erreichbarkeit der Industriebetriebe.

• Die Optimierung des bestehenden Lärmschutzes und der Neubau einer Zusatzwand bringen eine Verbesserung für 3.500 Anrainer. In diese Maßnahmen werden 200.000 Euro investiert.