Erstellt am 21. Mai 2016, 06:04

von Hans Kopitz

Spielforscherwerkstatt: Kinder planten Schulhof. Die zukünftigen Nutzer sammelten selbst Ideen für den Freiraum in der Neuen Mittelschule. Eine Architektin soll die Top-Favoriten schließlich in die Tat umsetzen.

Ideen für Freiraum: Spielforscher mit Ariana Jafari, Markus Giesen, Doris Walentin, Schuldirektor Otto Schandl, Pädagoginnen Birgit Altmann, Anita Engelhart sowie Schulobmann Franz Gerstbauer (hinten, von links).  |  NOEN, Kopitz

Als „Spielforscher“ haben sich die Kinder der ersten Schulstufe der Neuen Mittelschule betätigt. Denn im Rahmen der Förderaktion „Schulhöfe und Spielplätze in Bewegung“ entsteht dort ein neuer Schulfreiraum - sprich: Spielplatz.

Die Förderinitiative - eine Kooperation zwischen dem Land NÖ, der NÖ Familienland GmbH und der Aktion „Natur im Garten“ - umfasst neben finanzieller Unterstützung auch eine umfassende Prozessbegleitung.

Gemütliche Treffpunkte und Rutsche gewünscht

Nachdem die Erwachsenen in einer gemeinsamen Vorbesprechung den Rahmen der Neugestaltung des Schulfreiraumes abgesteckt hatten, kamen nun die künftigen Nutzerinnen und Nutzer zum Zug. Denn Kinder und Jugendliche wissen schließlich am besten, was ein attraktiver Schulhof alles bieten muss. Sie intensiv in das Projekt einzubinden, ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Förderaktion.

Eines dieser Mitbeteiligungsprojekte ist die Spielforscherwerkstätte, in der die Schüler ihren neuen Schulfreiraum spielerisch erforschen und erkunden. An diesem Tag sammeln die Kinder Wünsche an den neuen Bewegungsraum und am Ende des Tages wird aus den gesammelten Wünschen über die Top-Favoriten abgestimmt. Die Ergebnisse sind zwei „Hitlisten“. Die eine Liste beinhaltet die Wünsche hinsichtlich naturnaher Gestaltung - und auf der zweiten Liste sind die meist gewünschten Spielfunktionen ersichtlich.

Den Startschuss für die „Spielforscherwerkstatt“ in Herzogenburg gab Vizebürgermeister Christoph Artner.

Suchen und forschen

Die Kinder wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Sie suchten und forschten, bis sie die beiden Listen schließlich erstellt hatten. Natürlich waren auch unrealistische Wünsche - wie etwa eine Achterbahn, eine Motocross-Strecke oder ein Zoo - dabei, interessanter waren jedoch die realistischen, denn Hängematten, Klettergerüste oder eine Rutsche, die ganz oben auf der Liste standen, lassen sich leichter verwirklichen.

Bei der naturnahen Gestaltung siegten gemütliche Treffpunkte vor einem „grünen“ Klassenzimmer - bei dem man bei Schönwetter den Unterricht nach draußen verlegen kann -, und einem Trinkbrunnen. Bei den Spielfunktionen oder „bei der Action“ - wie die Kinder sagten - siegte die Rutsche vor Hüpfburg und Klettergerüst.

Schulobmann Franz Gerstbauer dankte zum Abschluss den Kindern für ihre Arbeit und bedauerte, dass er nicht selbst Spielforscher sein konnte. „Die Architektin bekommt schon in den nächsten Tagen eure Vorschläge, sie wird versuchen, jeweils die drei ersten Punkte am Schulhof umzusetzen“, versprach Doris Walentin, die mit ihren Kollegen, den Kultur-, Freizeit- und Erlebnispädagogen Markus Giesen und Ariana Jafari von der Agentur „Müllers Freunde“ die Kinder durch den Tag begleitete.

Ein großes Dankeschön ging auch an die Eltern, die für die Verköstigung der Kinder sorgten.