Erstellt am 12. Oktober 2015, 11:27

von Lisa Röhrer, Hans Kopitz und Günther Schwab

Spitzenunternehmen öffneten ihre Pforten. Industrie: Besucher hatten die Möglichkeit, Einblick in die Produktion und Verwaltung dreier österreichischer Topexporteure zu gewinnen.

 |  NOEN, Lisa Röhrer, Hans Kopitz, Günther Schwab
Dass „Industrie“ ein rundum spannendes Thema ist, erfuhren die Besucher an den landesweiten „Tagen der offenen Tür“, an denen zahlreiche Betriebe Einblick in ihre Produktion gewährten. Drei renommierte Firmen aus der Region waren mit dabei.

In Getzersdorf öffnete der „Erber Group Campus“ am neuen Standort erstmals seine Pforten für die Öffentlichkeit.

300 Interessierte bei "Erber Group"

Um den neuen Hauptsitz der, in über 100 Ländern tätigen, „Erber Group“ zu besichtigen und sich selbst ein Bild von dem renommierten Unternehmen im Bereich der Lebens- und Futtermittelsicherheit zu machen, fanden sich über 300 Interessierte in Getzersdorf ein. Die Besucher hatten die Gelegenheit, in Kleingruppen an einer Firmenpräsentation sowie an einer Hausführung teilzunehmen.



Das Echo war dabei durchwegs positiv. Besonders gelobt wurde die moderne Ausstattung sowie die Architektur des Gebäudes: „Die Firma ist faszinierend, das Gebäude ist sowohl aus praktischen als auch aus ökonomischen Aspekten bestens durchdacht“, stellte etwa die Besucherin Christa Gassner fest. „Durch ihre internationale Tätigkeit konnte sich die ‚Erber Group‘ von überall auf der Welt Ideen holen und diese dann hier verwirklichen“, war sich wiederum ihr Gatte Ewald Gassner sicher.

Auch die Mitarbeiterfreundlichkeit und das umfangreiche Freizeitangebot wurden als sehr positiv empfunden.
„Der Zeitpunkt des ‚Tages der offenen Tür der NÖ Industrie‘ hätte besser nicht sein können! Wir bekamen schon zuvor unzählige Anfragen für Gebäudeführungen und Präsentationen des neuen Standorts. Leider war dies aus administrativen Gründen bisher nicht möglich. Durch den Tag der offenen Tür hatten wir nun endlich die Gelegenheit, unsere ‚neue Heimat’ auch den Menschen aus der Region zu präsentieren“, stellte Managerin Birgit Leitner erfreut fest. 

Firma Kaba gewährte spannende Einblicke

In Herzogenburg erlebten zahlreiche Schüler aus dem gesamten Bundesland einen interessanten Vormittag bei der Firma Kaba.

Das Unternehmen - ein Aushängeschild nicht nur für Herzogenburg, sondern für ganz Österreich - steht weltweit für Sicherheit und Organisation. Die Produktpalette reicht von mechanischen und mechatronischen Schließanlagen über Fluchttürsysteme, Türschlösser und -beschläge, umfassende Systeme zur Zutrittskontrolle, Zeit- und Betriebsdatenerfassung bis hin zu Personenvereinzelungsanlagen. Schließanlagen von Kaba findet man sowohl im „normalen“ Haushalt als auch in vielen öffentlichen Gebäuden wie in diversen Schulen, im Schloss Schönbrunn, in vielen Museen, Hotels und Banken sowie in vielen nationalen und internationalen Flughäfen.

Zum Tag der offenen Tür hatten sich mehr als 400 Interessenten angemeldet. Er war vor allem für Schüler interessant, die sich später für einen Beruf entscheiden, der dort beheimatet ist - wie Mechatroniker, Maschinenbau- und Werkzeugbautechniker oder Oberflächentechniker.

Tag der offenen Tür bei Benda-Lutz

In Nussdorf hat sich der Paradebetrieb Benda-Lutz-Werke an der Aktion beteiligt. Die Benda-Lutz-Gruppe, ein Traditionsbetrieb mit einer über 100-jährigen Firmengeschichte, ist mittlerweile ein Tochterunternehmen der SunChemical (USA) und DIC (Japan) mit Hauptsitz in Nussdorf. Man ist unter den „Top Five“ unter den weltweiten Anbietern von Metallpigmenten für die Lack-, Pulverlack, Druckfarben- und Plastikindustrie sowie einer der Hauptproduzenten von Aluminiumpulver für die Porenbetonindustrie.

Neben der Zentrale in Nussdorf betreibt Benda-Lutz auch noch Werke in Polen, Russland, den USA und China. Die Brüder Martin und Dieter Lutz haben hier die Fäden in der Hand und bieten gemeinsam 140 Personen einen Arbeitsplatz. Beim „Tag der offenen Tür“ wurden 200 Besuchern Einblicke in die Produktion von Aluminiumpulvern und – pasten gewährt.