Herzogenburg

Erstellt am 06. Februar 2018, 05:02

von Hans Kopitz

Proberaum platzt aus allen Nähten. Stadt- und Jugendkapelle wählte Obfrau wieder und sucht eine neue Lokalität.

Vizebürgermeister Christoph Artner, Kapellmeister Alfred Hertlein-Zederbauer und die Obfrau der Stadtkapelle, Sylvia Müller (von links), dankten bei der Generalversammlung dem langjährigen Archivar Johann Gloimüller (Zweiter von links) für seine gewissenhafte, nicht immer leichte Arbeit, die nun in die Hände von Melanie Strasser und Matthias Horn gelegt wurde.  |  NOEN

Musikalisch begrüßt von Alfred Hertlein-Zederbauer, Hannes Kaiser, Matthias Weber und Werner „Schnacki“ Schnabl wurden vergangene Woche die zahlreichen Musiker und Ehrengäste, die zur Jahreshauptversammlung der Stadt- und Jugendkapelle in das Anton-Rupp-Freizeitzentrum gekommen waren.

Einsatzreiches Jahr 2017

Obfrau Sylvia Müller brachte den Jahresbericht 2017 – ein musikalisch arbeitsreiches Jahr mit zahlreichen Ausrückungen, dankte für die gute Zusammenarbeit und für den unermüdlichen Einsatz mancher Mitglieder für die Arbeit, die im Hintergrund geschieht und die man nicht sieht – wie die Reinigung des Probenlokals oder das Archiv auf Vordermann bringen. Dabei betonte sie auch, dass es immer schwieriger wird, geeigneten Nachwuchs zu bekommen, obwohl die Zusammenarbeit mit der Neuen Musikmittelschule und der Musikschule vorzüglich klappe und einige Schüler von dort auch in die Jugendkapelle eingetreten seien.

Kapellmeister Alfred Hertlein- Zederbauer blickte auf den musikalischen Ausflug auf den Türnitzer Höger und auf den Musikantenstammtisch in Schaubing zurück, wobei er bedauerte, dass in Herzogenburg kein geeignetes Lokal für dieses Musikevent zu finden ist. Erfreulich ist, dass so viele Musiker regelmäßig zu den Proben kommen und dass es an der Zeit ist, ein größeres Probenlokal zu finden, wobei er bei Vizebürgermeister Christoph Artner um Unterstützung dafür anklopfte: „Unser Ziel ist es, das Vorhaben in den nächsten drei Jahren umzusetzen.“

Mehr Einnahmen als Ausgaben

Kassier Christian Müller brachte den Kassenbericht, der durch die schönen Erfolge bei den Konzerten ein gutes Ergebnis zeigte und so gab es im Vorjahr mehr Einnahmen als Ausgaben, die durch Instrumentenanschaffungen, Noten, Zubehör, Kapellmeisterkurse, die Busfahrten nach Zeillern, die Verpflegung der Musiker, die Gebühren für AKM und den Blasmusikverband immerhin 27.767 Euro betrugen. Für den positiven Kassenbericht gab es von allen Anwesenden einen Riesenapplaus.

Nach drei Jahren standen auch Neuwahlen des Vorstandes am Programm, die schnell und schmerzlos per Handzeichen über die Bühne gingen. Ein kurzer Ausblick auf das heurige Jahr zeigte, dass auch 2018 die Musiker nicht arbeitslos werden. So wird die Homepage neu überarbeitet, im Februar steht das Probenwochenende in Zeillern vor der Tür, im März der Musikantenstammtisch, im April das Frühlingskonzert und im Mai ein gemeinsamer Ausflug. Anschließend gibt es eine gemeinsame Feier mit der Musikkapelle Traismauer, die Marschmusikwertung und selbstverständlich auch wieder ein großes Herbstkonzert, zu dem eine Gastkapelle, im Vorjahr war es Zwentendorf, eingeladen wird.

Eine Powerpoint-Präsentation vom arbeitsreichen Jahr 2017 zeigte die Highlights auf – angefangen vom Wochenende in Zeillern und dem Frühlingskonzert über den Auftritt in der Garten Tulln, dem Jugendorchester-Wettbewerb, dem Muttertagskonzert und der Eröffnung des Rundwanderweges bis zur Sonnwendfeier, dem Straßenfest in der St. Pöltner Straße, dem Stadt- und Oktoberfest, der Rathaus- und Weinherbsteröffnung, der Eröffnung der neuen Wohnhausanlage in der Traismauer Straße und dem Neujahreinblasen in allen Katastralgemeinden.

Dazwischen gab es noch ein Grillfest, die Geburtstagsfeier von Ehrenobmann Franz Kopatz, das Leistungsabzeichen oder die Weihnachtsfeier.

„Musikintensität, die Ihresgleichen sucht“

Zum Abschluss dankte Vizebürgermeister Christoph Artner im Namen der Gemeinde: „Egal ob es um kirchliche, politische oder Gaudifeste geht, ob die Sonne scheint, der Sturm bläst oder es regnet: Ihr seid dabei. Eine Musikintensität, die Ihresgleichen sucht.“

Schon einen Tag später ging es für die Jungmusiker weiter, denn in der Neuen Musikmittelschule gab es für die Kinder der 1. Klassen einen Workshop mit Mitgliedern des NÖ Tonkünstlerorchesters und dem Ensemble „Federspiel“, das Blasmusik neu definiert: Schier unheimliches Können trifft auf die nötige jugendliche, charmante „Frechheit“ in Spiel, Arrangements und im Auftreten.

Für die musikbegeisterten Jugendlichen natürlich eine große Sache – und Alfred Hertlein-Zederbauer, der diesen Workshop mit den vier Spitzenmusikern eingefädelt hatte, war gemeinsam mit Direktor Otto Schandl mehr als zufrieden, dass er bei den Schülern so gut angekommen ist und alles reibungslos geklappt hat.