Erstellt am 29. Februar 2016, 12:07

von Alex Erber

Straßenbau-Angebot löst Kopfschütteln aus. Da staunten Mandatare nicht schlecht: Bestbieterfirma war um mehr als 100.000 Euro billiger als der teuerste Konkurrent.

Erst in den vergangenen Jahren wurde die große Photovoltaikanlage auf das Rathausdach montiert - und bald gehört das Haus der Vergangenheit an. Selbstverständlich wird auch das neue Haus mit modernsten Strom- und Wärmetechniken ausgestattet.  |  NOEN, Hans Kopitz, Archiv

Wie kalkulieren Baufirmen? Diese Frage musste man sich bei der jüngsten Sitzung des Herzogenburger Gemeinderates stellen, als es um Auftragsvergaben für zwei Straßenbauprojekte ging (Dammstraße, Linksabbiegestreifen auf der Landesstraße 110). Nicht wenige Mandatare schüttelten die Köpfe, als SP-Vizebürgermeister Christoph Artner die Angebote der diversen Unternehmen verlas. Bestbieter war die Firma Zwettler-Tiefbau aus St. Pölten, der einstimmig der Zuschlag erteilt worden ist. Sie erledigt die Arbeiten um 204.000 Euro.

An letztplatzierter Stelle findet sich die Firma R & Z, ebenfalls aus St. Pölten, wieder. Sie hätte für die gleichen Arbeiten nicht weniger als 322.865 Euro kassieren wollen.

Beteiligung an Streunerkatzen-Kastration

Für eine gewisse Heiterkeit sorgte dann der einstimmige Beschluss, dass sich Herzogenburg an der Streunerkatzen-Kastrations-Aktion des Landes NÖ beteiligen wird. Land, Stadt und Tierärzte zahlen je ein Drittel, die Stadt muss pro Kater 15 Euro und pro Katze 30 Euro berappen. „Liegen hier überhaupt Probleme vor?“, wollte VP-Gemeinderat Jörg Rohringer wissen.

Ja! „In der Körner-Siedlung gibt es herumstreunende Katzen, daher haben die Mitarbeiter des Bauhofs zwei Fallen aufgestellt“, informierte SP-Stadtrat Franz Mrskos. „Wer entscheidet eigentlich, ab wann eine Katze als Streunerkatze gilt?“, fragte sein Parteikollege Ernst Schafranek, worauf FP-Gemeinderat schmunzelnd und nicht ernst gemeint eine „Ausweispflicht für Katzen“ vorschlug.