Erstellt am 24. Mai 2017, 13:42

von Günther Schwab

„Falstaff-Traisental-DAC-Cup“: Entscheidung fiel schwer. Beim Grünen Veltliner gab es heuer gleich drei Weine, die mit 92 Punkten bewertet wurden. Fritz Preiss gewann vor Markus Huber und Ludwig Neumayer.

Beim diesjährigen „Fal-staff-Traisental-DAC-Cup“ gab es ein sehr enges Rennen um den Siegerwein. Durch das hohe Niveau wurde die Auswertung sehr spannend. Letztlich ging der Spitzenbetrieb „Weinkultur Preiss“ in der „Hauptkategorie“ Grüner Veltliner als Sieger hervor. Darüber freuen sich Florian, Viktoria, Maximilian, Fritz und Elisabeth Preiß (von links).  |  NOEN, Günther Schwab

Beim sogenannten „Falstaff-Traisental-DAC-Cup“ sind in mehreren Kategorien die besten Traisentaler Weine ermittelt worden. Falstaff ist ein renommiertes Magazin für Genießer mit den Schwerpunktthemen Wein, Kulinarik und Reisen. Zusätzlich werden von diesem Magazin auch zwei Weinguides mit bis zu 3.000 Wein-Bewertungen herausgegeben.

Für den „Falstaff-Traisental-DAC-Cup 2017“ reichten heuer 32 Traisentaler Weingüter ihre Spitzenweine ein. Aus insgesamt 79 Weinen wurden die Besten des Jahrgangs 2016 ermittelt. Laut Chefredakteur Peter Moser konnte sich man sich „einmal mehr von der eigenständigen Mineralik der Klassik-Weine überzeugen lassen. Die Spitze lag sehr dicht beieinander, die Entscheidung fiel nicht leicht.“

Glücklicher Sieger in der Kategorie Grüner Veltliner wurde der Betrieb „Weinkultur Preiß“ aus Theyern mit seinem „Grüner Veltliner Ried Hochschopf“, der hervorragende 92 Punkte (von maximal 100) einheimste. Den zweiten Platz mit ebenfalls 92 Punkten erzielte „Paradewinzer“ Markus Huber aus Reichersdorf mit dem Grüner Veltliner Obere Steigen. Den dritten Platz erzielte der „Doyen“ der Traisentaler Winzer, Ludwig Neumayer, mit dem „Zwiri 2016 mit ebenfalls 92 Punkten.

Beim Riesling hat Huber die Nase vorne

Markus Huber konnte die Kategorie Riesling mit dem „Riesling DAC Engelsberg 2016“ mit 92 Punkten für sich entscheiden. Auf die Ränge zwei und drei kamen Ludwig Neumayer mit dem Riesling „Grillenbart 2016“ mit ebenfalls 92 Punkten und Hans Schöller aus Wagram mit dem Riesling „Sonnleiten 2016“ mit 91 Punkten.

„Die Verkostung hat einmal mehr bewiesen, dass die Traisentaler Weine qualitativ stark zugelegt haben. Vor allem auch die Breite an Betrieben mit Spitzenweinen hat deutlich zugenommen“, meint der erfolgreiche Spitzenwinzer Fritz Preiß.

Alles in allem sei das Feld sehr dicht gewesen.

Beim Grünen Veltliner als auch dem Riesling wurden sehr viele Weine zwischen 90 und 92 Punkten bewertet. 95 oder mehr Punkte werden äußerst selten vergeben. Weine mit 91 bis 94 Punkten werden als „exzellent“ beziehungsweise „ausgezeichnet“ beschrieben.

Die Aussichten auf den Weinjahrgang 2017 sind bislang sehr gut. „Bis dato entspricht die Vegetation einem ,normalen‘ Jahr. Demnächst wird die Weinblüte beginnen“, so Markus Huber. Im Gegensatz zu vielen anderen Weinanbaugebieten hat es heuer bislang keine Frostschäden im Traisental gegeben. „Wir sind sicher mit einem blauen Auge davongekommen und können mit der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden sein. Wir hoffen, dass sich dies bis zur Lese im Herbst fortsetzt.“