Traismauer

Erstellt am 24. Mai 2017, 15:29

von Günther Schwab

Doppelte Premiere: Neues Archiv öffnete Tore . Traismauer nahm nicht nur zum ersten Mal am „Museumsfrühling NÖ“ teil, sondern gewährte auch erstmals einen Blick in die adaptierten Räumlichkeiten des Schlosses.

Beim Premieren-Museumsfrühling wurde ein vielfältiges Programm geboten. Im Mittelpunkt stand das Stadtarchiv im Schloss Traismauer, in dem fast sämtliche archäologischen „Schätze“ der Römerstadt untergebracht sind. Im Bild: Kulturstadtrat Alfred Kellner, Walter Schwanzer, Christa Schöffl, Michael Teichmann, Archäologe und Leiter des Stadtmuseums Kustos Klaus Nedelko, Franz Schweitzer, Irmgard und Gerhard Schatzl sowie Stadtrat Thomas Woisetschläger (von links).  |  NOEN, Günther Schwab

Erstmals hatte die Bevölkerung die Gelegenheit, den obersten Stock des Traismaurer Schlosses – das neue Stadtarchiv und Kustodiat – zu besichtigen. Im Rahmen des „Museumsfrühlings NÖ“, an dem sich die Stadtgemeinde heuer ebenfalls zum ersten Mal beteiligte, konnten die Besucher dort den ausgebildeten Archäologen Klaus Nedelko besuchen und kennenlernen.

Stadtarchiv im Traismaurer Schloss

In den vergangenen drei Jahren wurde das Stadtarchiv im Schloss in mehreren Schritten eingerichtet und die Räumlichkeiten – insgesamt fünf an der Zahl – entsprechend adaptiert. „Mittlerweile ist das Stadtmuseum, das über lange Zeit im Hungerturm untergebracht war, fast zur Gänze in das neue Stadtarchiv übersiedelt. Dabei wurden auch zahlreiche Schriftstücke und Gegenstände entdeckt, die nun näher untersucht und in Zusammenarbeit mit der Donau-Universität Krems entsprechend ausgewertet werden“, erklärt Kulturstadtrat Alfred Kellner.

Das neue Stadtarchiv bietet umfangreiche Möglichkeiten für die wissenschaftliche Tätigkeit zur Aufarbeitung der archäologischen Funde als auch der Archivalien, die aufgefunden wurden. Beim Museumsfrühling in Traismauer konnte man sich persönlich von dem neuen Stadtarchiv ein Bild machen und an den Sonderführungen mit Kustos Klaus Nedelko teilnehmen.

Alfred Kellner berichtete, dass nach der abgeschlossenen Umsiedelung des Stadtmuseums auch die Räumlichkeiten im Hungerturm saniert werden sollen. In weiterer Folge soll der Hungerturm zu einem Museum mit dem Schwerpunkt „Römerzeit“ adaptiert werden. Dabei soll auch das Nebengebäude, das Schlosserhaus, miteinbezogen werden.

10.000 Notenausgaben im Operettenarchiv

Ebenfalls geöffnet hatte zum Museumsfrühling das Operettenarchiv der Wiener Operettengesellschaft, das seit dem Spätsommer 2014 im zweiten Stock des Schlosses untergebracht ist. In dem Archiv befinden sich rund 100.000 Notenausgaben, darunter auch sämtliche Werke der „Strauss Ära“, angefangen von Johann Strauss, Franz von Suppè, Carl Millöcker, Carl Michael Ziehrer, Robert Stolz oder Franz Lehar.

Im Rahmen der Aktion hatten 100 Museen landesweit geöffnet und auch Sonderprogramme und Spezialführungen angeboten.