Traismauer

Erstellt am 12. April 2017, 12:28

von Günther Schwab

Eschensterben hat die Wagramer Au erfasst. Spaziergängern und Jägern droht immense Gefahr. Ab sofort gilt eine Sperre, die vorläufig bis Ende Juli befristet ist.

Michael Bubna-Litic: „Die Sperre gilt vorläufig bis 31. Juli. Wer sich trotz Sperre in die Au begibt, riskiert eine Verwaltungsstrafe!“  |  NOEN, Schwab

Michael Bubna-Litic vom Gutsbetrieb Bubna hat in der Wagramer Au ein „befristetes forstliches Sperrgebiet“ verfügt. Durch das aktuelle Eschensterben fallen laufend Eschen unkontrolliert um. Der Aufenthalt in der Au ist zu gefährlich geworden.

Das traurige Phänomen wird durch einen aus Ostasien eingeschleppten Pilz verursacht. Der Pilz schwächt die Bäume und weitere Pilze zerstören die Wurzeln.

Bubna: „Ich möchte nicht der erste Forstbesitzer sein, bei dem ein Eschenbaum jemanden auf den Kopf fällt!“ Die Sperre gilt vorläufig bis 31. Juli. Dann wird zusammen mit der Forstbehörde St. Pölten geprüft, wie es weitergehen wird.

„Die Eschen werden bei uns aussterben!“

Wer sich trotz Sperre in die Au begibt, tut das auf eigenes Risiko und riskiert eine Verwaltungsstrafe. Auch Jäger sind ab sofort auf eigene Gefahr in den Wäldern entlang der Donau unterwegs. Bubna: „Die Eschen werden in unseren Auen vermutlich bis auf eine kleine Restmenge aussterben. Schon das Ulmensterben vor etwa 50 Jahren hat die Au hart getroffen; nun dieser neue Schlag. Unsere Auen werden sich in den nächsten Jahren stark verändern.“

Der Biber trage das Seinige dazu bei und bringe die sonst gesunden Pappeln entlang der Altarme zum Umstürzen. Die Auwaldbesitzer müssten hilflos zuschauen.

Bisher ist keine Lösung für das Pilzproblem in Aussicht.