Erstellt am 08. Dezember 2015, 13:15

von Lisa Röhrer

Vor 60 Jahren: Kult erwachte zum Leben. Seit 1955 repräsentieren Weinköniginnen den NÖ Rebensaft - darunter auch die Traisentaler Winzerin Karin Schildberger-Böck.

Winzerin Karin Schilderberger-Böck aus Inzersdorf-Getzersdorf war in den Jahren 2003 bis 2005 im In- und Ausland unterwegs, um den NÖ Wein zu repräsentieren. Foto: privat  |  NOEN, privat

Im Jahr 1955 nahm die erste Weinkönigin (Eleonore Selitsch aus Königsbrunn am Wagram) ihr Zepter in die Hand. Seither werden die Hoheiten alle zwei Jahre neu gewählt, sind wichtige Botschafterinnen des heimischen Weines und kurbeln das positive Image des Traditionsgetränks an.

Nur eine „echte“ Traisentaler „Hoheit“

Insgesamt 33 Hoheiten traten in den vergangenen 60 Jahren für den Wein ein. Im heurigen Jahr wurde etwa Christina Hugl aus dem Weinviertel ausgewählt, um den NÖ Wein zu repräsentieren.

Auffallend dabei ist, dass es bisher nur einer einzigen Dame aus dem Traisental gelungen ist, die Krone aufzusetzen: Die Winzerin aus Inzersdorf-Getzersdorf Karin Schildberger-Böck war in den Jahren 2003 bis 2005 im In- und Ausland unterwegs, um den NÖ Wein zu vertreten.

„Zeitintensiv, aber eine Erfahrung fürs Leben“

Schildberger-Böck spricht von einer Zeit, die sie niemals missen möchte: „Weinkönigin zu sein ist zwar sehr zeitintensiv, aber auch eine Erfahrung fürs Leben. Man kommt viel herum, schließt neue Freundschaften und trifft interessante Menschen.“

Darüber, dass es nach ihr keiner Winzerin aus ihrem Weinbaugebiet mehr gelungen ist, Weinkönigin zu werden, zeigt sich die Gemeindepolitikerin ein wenig enttäuscht: „Man repräsentiert ganz NÖ, aber auch das eigene Weinbaugebiet rückt dadurch in den Fokus. Deswegen glaube ich, dass es wichtig wäre, dass wir in den nächsten Jahren wieder eine Königin aus dem Traisental hätten.“