Erstellt am 15. März 2016, 18:04

von Alex Erber

VW-Abgas-Skandal: "Auswirkungen gering!". Firma Georg Fischer nimmt Turbulenzen zur Kenntnis: "Konzern-Umsatz mit dieser Marke bewegt sich im einstelligen Prozentbereich", heißt es aus Schweizer Zentrale.

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Abgas-Schwindel bei VW: Der Skandal betrifft nicht nur den deutschen Konzern, sondern auch seine zahllosen Zulieferer. Bei Georg Fischer, dem mit Abstand größten Arbeitgeber in der Region, sieht man die Entwicklungen rund um den deutschen Betrieb, der seine Kunden schamlos betrogen hat, ziemlich gelassen: „Die Auswirkungen sind sehr gering, da GF Automotive eine sehr breit abgestützte Kundenbasis hat und mit der Marke VW ein Konzern-Umsatz im einstelligen Prozentbereich erzielt wird“, erklärt GF-Pressesprecher Beat Römer auf NÖN-Anfrage.

Rückläufige Aufträge, weniger Arbeit? Ganz im Gegenteil, in Herzogenburg hat man derzeit mehr zu tun als noch im vergangenen Jahr. Die Ursache ist tragisch: Im GF-Standort Altenmarkt bei St. Gallen (Steiermark) ist im Februar eine Produktionshalle ausgebrannt. Bei dem Großfeuer ist ein 20-Jähriger schwer verletzt worden. Der GF-Standortchef sprach in diesem Zusammenhang sogar von „Altenmarkt im Ausnahmezustand.“

Die Produktion von einzelnen Komponenten ist in der Folge von Altenmarkt nach Herzogenburg ausgelagert worden: „Dieses zusätzliche Volumen konnte innerhalb der üblichen Abläufe produziert werden“, so Beat Römer. Da in absehbarer Zeit die volle Produktion in Altenmarkt wieder aufgenommen wird, werden dann auch die ausgelagerten Produktionsvolumen wieder zurück nach Altenmarkt gehen.