Erstellt am 20. Oktober 2016, 06:10

von Hans Kopitz und Lisa Röhrer

Wirbel um „Müllberg“ auf Schloss-Nordseite. Alte Kartons und Paletten sind Anrainern ein Dorn im Auge. Lederleitner: „Entsorgung wurde nur krankheitsbedingt verzögert!“.

Alte Paletten und Verpackungsmaterial haben sich auf der Nordseite des Schloss Walpersdorf angehäuft. Die Bewohner waren verärgert, Schlossbesitzer Markus Lederleitner hatte schließlich aber doch eine plausible Erklärung parat.  |  NÖN

„Vorne ist ja alles pipifein, aber an der Seitenpforte sieht es schon etwas anders aus“, ärgern sich die Bewohner des Nebengebäudes des Schloss Walpersdorf am Ponygarten. Sie spielen dabei auf einen „Abfallberg“ an, der sich an der Nordseite des Lederleitner-Anwesens angehäuft hat.

„Wir als Anrainer fühlen uns schon etwas belästigt, wenn wir jeden Tag auf die Müllhalde schauen müssen!“, äußerte einer der Betroffenen seinen Unmut. Es drängte sich die Frage auf, warum der Abfall nicht in einem Abstellraum innerhalb des weitläufigen Gebäudes aufbewahrt werden kann.

„Verpackungsmaterial ist unvermeidbar!“

Schlossbesitzer Markus Lederleitner lieferte auf NÖN-Nachfrage schließlich eine plausible Erklärung: „Der Chauffeur, der für die Entsorgung des Mülls verantwortlich ist, war zwei Wochen im Krankenstand.“

Dadurch habe sich mehr Abfall angesammelt als üblich. Dass durch die regelmäßige Anlieferung von Ware Verpackungsmaterial anfalle, sei unvermeidbar.

Für die Anschuldigungen und Beschwerden aus der Nachbarschaft hat der Schlossherr daher nur ziemlich wenig Verständnis: „So etwas kränkt mich! Ich glaube nicht, dass in den vergangenen 50 Jahren jemand so damit beschäftigt war, dieses Kulturgut zu erhalten, wie wir. Wenn sich jetzt plötzlich jemand durch ein paar Kartons gestört fühlt, versteht er nicht, was wir tun!“