Erstellt am 26. Februar 2016, 05:04

von Günther Schwab

Wirbel um Bankomaten. Für die geplante vierte Gruppe des Kindergartens wird ein Teilbereich des Foyers der ehemaligen Raika benötigt. Problem: Darin befindet sich das letzte Service des Instituts.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es zwei Unterbrechungen und mehrere Verhandlungsrunden. Letztlich wurde eine Kündigungsvereinbarung mit der Raiffeisenbank einstimmig beschlossen.

Wegen den bevorstehenden Umbauarbeiten betreffend der neu zu errichtenden Kinder-Tagesbetreuungsstätte stand die Kündigung dieses Mietvertrages auf die Tagesordnung.. Nach der Schließung der Bankfiliale (Seitenteil des Amtsgebäudes) wurde der Gebäudeteil seitens der Gemeinde von der Bank rückgekauft. In weiterer Folge ist die ehemalige Bankfiliale vom Verein „Spielmäuse“, der sich kürzlich aufgelöst hat, genutzt worden. Aufgrund der steigenden Nachfrage von Kindergartenplätzen wird man im September 2016 mit dem derzeitigen Angebot eines dreigruppigen Kindergartens nicht mehr das Auslangen finden. Somit wird die Errichtung einer vierten Gruppe, die in den Räumlichkeiten der ehemaligen Bank-Geschäftsstelle untergebracht werden soll, unausweichlich. Bei den Umbauten wird auch ein Teilbereich des Foyers, in dem bislang der Bankomat und der Kontoauszugsdrucker untergebracht sind, benötigt.

Aus Sicht der VP war es die ursprüngliche Intention der SP Nussdorf, den Bankomat gänzlich zu entfernen.

VP: „Den Weg nach Traismauer ersparen“

„Die VP Nussdorf steht für eine sinnvolle und umfangreiche Nahversorgung in unserer Marktgemeinde. Deshalb möchten wir unseren zahlreichen Bürgern, die Kunden der Raiffeisenbank sind, den Weg nach Traismauer ersparen und die derzeit vorhandenen Möglichkeiten weiterhin erhalten“, betonte geschäftsführender Gemeinderat und Gemeindeparteiobmann Franz Brunthaler.

Heinz Konrath (SP): „Wir werden über Neuplatzierung verhandeln!“

Die Sichtweise der Mehrheitspartei im Gemeinderat, der SP, ist naturgemäß eine andere. „Die Kündigung der Vereinbarung mit der Raika hat nicht automatisch zur Folge, dass der Bankomat gänzlich entfernt wird. Die Kündigung ist lediglich notwendig, um das Foyer baulich zu verändern. Auch die Fassade wird nach den Baumaßnahmen eine Änderung erfahren“, so Bürgermeister Heinz Konrath.

Franz Brunthaler (VP): „Der Bankomat muss in Nussdorf bleiben!

Weiters: „In Gesprächen mit der Bank wird über eine Neuplatzierung des Bankomaten verhandelt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um zu einer guten Lösung zu kommen.“