Herzogenburg

Erstellt am 05. Dezember 2017, 05:47

von Hans Kopitz

Hund wurde von Herzogenburger Jäger erschossen . Jäger hat Tier getötet, weil es angeblich ohne Leine herumlief. Traurige Familie kann nicht verstehen, warum sofort auf ihren Vierbeiner gezielt wurde.

Shutter-stock.com/Grigorita Ko

Aufregung herrschte in der Stiftsstadt: Ein Jäger soll vergangenen Sonntag einen Hund erschossen haben. Der Vierbeiner – ein American Stafford-Mischling – war mit einem Mann auf einem Feldweg unterwegs. Dieser ließ den kurz zum Freilaufen von der Leine. Plötzlich ein Schuss, „Tyson“ brach zusammen und starb. Der Schütze, ein Jäger, soll nur gemeint haben: „Es herrscht Leinenpflicht, ich darf das.“

Jäger nahm totes Tier mit zur Polizei

Dann nahm der Jäger das tote Tier mit in seinem Auto, fuhr zur Polizei. Die Exekutive bestätigte, dass eine Meldung gemacht wurde. Jetzt nimmt die Jägerschaft den Schützen in Schutz. „Es gab Vorfälle um den Hund, er hat zuvor schon einmal einen Marder und eine Katze angefallen“, so ein Waidmann.

„Tyson war zu anderen Hunden und zu den Kindern immer freundlich. Er kennt sie von klein auf, war nie aggressiv“, sagt Adisa J., die Schwiegertochter jenes 58-Jährigen, der mit dem Hund spazieren war. Die Familie des Hundes muss mit einer Verwaltungsstrafe rechnen, weil der Vierbeiner frei herum lief. Adisa J.: „Überhaupt nicht beleuchtet wird die Frage, warum der Jäger sofort feuerte.“

Folgt Anzeige gegen Schützen?

Die Familie überlegt jetzt eine Anzeige gegen den Schützen, hat Kontakt mit einem Anwalt aufgenommen: „Es gibt einen Bereich, wo Hunde frei laufen dürfen. Die Frage ist, ob dort der Schuss abgegeben wurde.“

Zu den Vorwürfen der Jägerschaft betont Adisa J.: „Das stimmt nicht. Keiner weiß von uns etwas darüber und wir denken, diese Anschuldigungen sind erfunden, damit die Jäger sich besser darstellen können. Wieso gab es nie eine Anzeige? ,Tyson‘ ist bei keiner Behörde oder sonst irgendwo aufgefallen. Wir sind sehr traurig und wollen warnen, dass das anderen Hundebesitzern auch passiert. Es wurde einfach ohne Vorwarnung geschossen und Hunde gelten leider vor dem Gesetz als Sache.“