Erstellt am 18. November 2015, 04:28

von Alex Erber

"Haben noch viel für die Stadt vor“. Stadtgemeinde lud Unternehmer ins Reiterhaus ein. Knapp 100 Firmenvertreter erhielten Infos und tauschten sich aus.

Top-Veranstaltung: Bürgermeister Franz Zwicker, Gemeinderat Jürgen Stoll, Jürgen Erber, Fachbereichsleiter für Gemeinde-, Regionen- und Standortentwicklung, und Vizebürgermeister Christoph Artner (von links).  |  NOEN, Kopitz

Die Räumlichkeiten des Reitherhauses waren Schauplatz des dritten Wirtschaftsempfanges der Stadtgemeinde Herzogenburg. Knapp 100 Unternehmensvertreter folgten der Einladung von Bürgermeister Franz Zwicker. Auch Vizebürgermeister Christoph Artner, die Stadträte Franz Gerstbauer, Josef Ziegler, Wolfgang Schatzl und Martin Hinteregger, die Obfrau der Interessensgemeinschaft der Wirtschaft, Evelyne Moser-Bruckner, sowie der Leiter der Wirtschaftsservicestelle, Kurt Schirmer, waren vertreten. Der weitest angereiste Teilnehmer an dem Empfang war Direktor Martin Weber von der Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen.

Der Abend begann mit einem für Unternehmer eher unerfreulichen Thema, denn Steuerberater Karl Bruckner referierte über die Registrierkassenpflicht, die im Zuge der kommenden Steuerreform ab dem nächsten Jahr in Kraft tritt.

Anschließend sprach Karl Lanzenbacher, Leiter des Betriebsservice des AMS St. Pölten, über Serviceleistungen des AMS für Unternehmen, ehe mit der Firma RZ-Bau, vertreten durch Prokuristen Gerald Pfalz, ein neuer Betrieb vorgestellt wurde, der gerade in Oberndorf seinen Firmensitz begründet. Präsentiert wurde auch Gudrun Müllner, neue Frauenfachärztin in der Stadt.

Nicht ohne Stolz gab Bürgermeister Franz Zwicker Einblick in den Standort: „Wirtschaftlich steht Herzogenburg gut da. Es gibt rund 450 Betriebsstandorte, das Kommunalsteueraufkommen beträgt rund 3,2 Millionen Euro, es gibt 3.500 Arbeitsplätze bei 7.700 Einwohnern (Hauptwohnsitze)“, nannte der Stadtchef Eckdaten.

„1,5 Millionen Euro  für Infrastruktur“

Zwicker betonte, dass die Stadt in den Standort investiere und sich aktiv um ihre Betriebe kümmere: „Im Vorjahr erfolgte die Verkehrsfreigabe des Schnellstraßenanschlusses Herzogenburg-Stadt mit einer Kostenbeteiligung der Stadt im Ausmaß von knapp einer Million Euro. Mehr als 1,5 Millionen Euro werden heuer in die Infrastruktur investiert, um nur einige Beispiele zu nennen.“

Hervorragend bewährt hat sich das Pilotprojekt „Wirtschaftsservicestelle“, das mittlerweile in zahlreichen anderen Kommunen im Bundesgebiet Nachahmer gefunden hat. Unter der Regie von Stadtamtsdirektor Kurt Schirmer hat die Wirtschaftsservicestelle auch zuletzt schöne Erfolge verbuchen können (siehe Infobox links).

Ein Hauptaugenmerk der Stadt liegt in der Entwicklung und Belebung des Zentrums. Durch die Kooperation mit der Interessensgemeinschaft der Wirtschaft, Eigenveranstaltungen und Zusammenarbeit mit Dritten werden jährlich rund 80.000 Euro ausgegeben. Zusätzlich leisten gemeindeeigene Mitarbeiter über 4.200 Stunden. Als Erfolgsbeispiele führte der Stadtchef lange Einkaufsnächte, Weihnachtsshopping, Sommerkino, Höfefest, Kartrennen oder den Bauernmarkt an.#

Neues Rathaus inklusive Ärztezentrum in Planung

Aber auch zukünftig hat Herzogenburg viel vor, wie Bürgermeister Zwicker erläuterte. So wurde heuer die Planungsphase des neuen Rathauses inklusive Ärztezentrum am Rathausplatz in Angriff genommen. Die Stadt startete einen Stadterneuerungsprozess unter Bürgerbeteiligung. Großer Wert wird auf Energiesparmaßnahmen gelegt, dazu zählen etwa der Ausbau des Fernwärmenetzes oder die thermische Sanierung der gemeindeeigenen Immobilien. Zwicker: „Für die Wohnbevölkerung mit Schwerpunkt Jugend ist gesorgt. So werden 2016 am Nemschitz-Areal Startwohnungen für Personen unter 35 Jahren mit direktem Zugang zum Rathausplatz errichtet und 2017 fertiggestellt.“

Der Abend klang bei Speis und Trank unter musikalischer Umrahmung aus. Zahlreiche Unternehmer nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und vertiefende Gespräche mit den Vertretern der Stadt und mit den Referenten zu führen.