Herzogenburg

Erstellt am 25. April 2017, 05:50

von Birgit Kindler

„Tischfußball ist wie ein Boxkampf“. Bei der Weltmeisterschaft in Hamburg belegte Lukas Mayerhofer den fünften Platz – und das gleich beim ersten Antreten.

Volle Konzentration: Lukas Mayerhofer eroberte den fünften Platz.  |  privat

Lukas Mayerhofer fuhr eigentlich nur als Ersatzmann zur Tischfußball-Meisterschaft nach Hamburg, um Erfahrungen zu sammeln. Im Turnierverlauf glänzte er und belegte als zweitbester Österreicher den fünften Gesamtrang. Er ließ zahlreiche Weltklasse-Spieler hinter sich.

Gerechnet mit diesem tollen Abschneiden gleich beim ersten Antreten hat er nicht. „Denn im Vergleich zu vielen anderen Spielern bin ich noch ziemlich unerfahren, es war meine erste Weltmeisterschaft bei den Herren, zuvor habe ich in der U 18 gespielt“, so Mayerhofer.

„Gegensätzliche Spielphilosophien“

Besonders schwierig war es für den Herzogenburger, sich auf die vielen unterschiedlichen Spielstile einzustellen. „Bei Teilnehmern aus aller Welt prallen natürlich auch gegensätzliche Spielphilosophien zusammen“, sagt der 19-Jährige. Am Ende würde derjenige gewinnen, der sich schneller auf seinen Gegner einstellen könne. „Man kann Tischfußball stellenweise fast mit einem Boxkampf vergleichen“, ist Mayerhofer, der derzeit seinen Zivildienst ableistet, überzeugt. Man steht dem Gegner gegenüber, beide Spieler wollen unbedingt gewinnen. „Wenn man es dann schafft, ihn zu dominieren und dazu zu bringen, die Nerven zu verlieren, ist das ein super Gefühl“, erzählt so der Herzogenburger. Diese psychologische Seite gefällt dem 19-Jährigen genauso gut, wie die technische Finesse, die nötig ist.

„Schwächen des Gegners ausnutzen“

Mayerhofer ist überzeugt, dass Tischfußball vor allem im Kopf gewonnen wird: „Es ist entscheidend, die Schwächen des Gegners zu analysieren und auszunutzen.“

Nach der Ableistung des Zivildienstes hat der Herzogenburger übrigens vor, Wirtschaft zu studieren.