Erstellt am 09. November 2015, 10:50

von Christoph Reiterer

Abstimmungstermin für Abendlücke. 255.000 Euro für eine zusätzliche Abendverbindung von Wien nach Hollabrunn und einen Gegenzug von Retz nach Wien, der allerdings nur in der Tourismus-Saison geführt werden soll. Doch wie viel wird das den Gemeinden an der Nordwestbahn tatsächlich kosten?

 |  NOEN, ÖBB
Nächste Woche soll es mit Beteiligten einen Abstimmungstermin geben. Der Hollabrunner SPÖ-Mandatar Jakob Raffel hat Hoffnung, dass die Kosten überschaubar bleiben.

Raffel betont Überparteilichkeit der Aktion

Klar ist: Das ganze Projekt hat sich verzögert. Gelingt es, werden die neuen Verbindungen erst im Fahrplan Ende 2016 berücksichtigt. Vom Land sei eine Förderung bis zu 40 Prozent zu erwarten.

Erfolgt die Leistungsbestellung direkt über das Land, fällt auch der zehnprozentige Umsatzsteuer-Anteil weg, erklärt Raffel und betont, dass es sich um eine überparteiliche Aktivität handle, die auch von Wullersdorfs Bürgermeister und ÖVP-Bezirkschef Richard Hogl immer voll unterstützt worden sei. Auch in Zellerndorf und Retz gibt es entsprechende Beschlüsse.

„Ein Jahr lang schauen, ob sich das bewährt“

Raffel will bei den ÖBB auch auf die Samstagverbindungen hinweisen, die mit dem neuen Fahrplan nun aufgrund zu geringer Frequenz eingespart werden sollen. „Das sollte man gleich gegenrechnen, ein idealer Abgleich.“

Der SPÖ-Gemeinderat will sich jedenfalls dafür einsetzen, dass auch Hollabrunn, das aufgrund seiner Größe den größten finanziellen Brocken zu tragen haben wird, mitzieht.

„Wir sollten uns das auf jeden Fall leisten und ein Jahr lang schauen, ob sich das bewährt“, meint Raffel. Auf Sicht stünden dann die Chancen nicht schlecht, dass die Verbindungen fix im ÖBB-Fahrplan verankert werden.

NÖN.at hatte berichtet: