Erstellt am 18. Juni 2016, 12:29

von Karin Widhalm

Angelobung: „Wir brauchen mehr Geld“. „Ich gelobe!“, hallte es über den Retzer Hauptplatz.

 |  NOEN, Karin Widhalm
Brigadier Kurt Wagner, Militärkommandant in Wien, und Bürgermeister Helmut Koch, Bürgermeister in Retz, haben zur feierlichen Angelobung am Donnerstag, 16. Juni, geladen. Die Soldaten der Garde und der Theresianischen Militärakademie versammelten sich hierfür im historischen Ambiente der Stadt.

Koch betonte, dass die Veranstaltung eine Auszeichnung und deren Durchführung keine Selbstverständlichkeit ist. Er dankte Josef Krafek, der in Unternalb wohnt: Der Vizeleutnant fragte beim Gemeindechef an, ob er Interesse an einer Angelobung in Retz habe.

„Das ist ein Heer aus der Bevölkerung, die für die Bevölkerung eintritt“, so Wagner in seiner Rede. Der Brigadier betont die Wichtigkeit der Politik, denn: „Wir haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Konflikten. Wir brauchen mehr Personen, mehr Material und insgesamt mehr Geld.“

Bundesrätin Sandra Kern erinnerte an das Aufgabenfeld des Heeres, das von der Landesverteidigung über die Katastrophenhilfe und Terroreinsatz bis hin zur Cyberabwehr und (ab August) zur Bewachung von Botschaften reicht. Nationalratsabgeordneter Otto Pendl hob hervor, dass Österreich „ein Budget mit Perspektive“ dem Bundesheer zur Verfügung stelle.

Familienangehörige reisten nach Retz, um die Angelobung sehen zu können, - und auch Retzer ließen sich die Schau nicht entgehen. Die letzte Angelobung war vor 14 Jahren in Retz, verbunden mit einer groß angelegten Übung. „Retzer Land 2002“ wurde sie genannt. Die dritte Panzergrenadierbrigade kam mit circa 5.700 Mann ins Weinviertel und nordöstliche Waldviertel. Wagner oblag damals die Leitung.