Hollabrunn

Erstellt am 13. Juli 2016, 04:17

von Christian Pfeiffer

„Kyanas“ Debüt-Konzert: „Das ist mein Leben“. Beim Sommerevent der Kulturmü‘µ gibt es immer wieder musikalisch Neues zu entdecken, heuer war es „Kyana“.

Anna Forsthuber alias „Kyana“ bei ihrem Debüt-Auftritt. Foto: Hagendorfer  |  Hagendorfer, Hagendorfer

Anna Forsthuber ist ein musikalischer Vollprofi. Kein Wunder, ist die Hollabrunnerin doch durch die harte Schule des Pianistenstudiums gegangen und hat anschließend ihr Geld als Jazz-Pianistin verdient. Als Mitglied von „Herzdame“ bemerkte sie, dass der Wunsch, eigene Spuren zu hinterlassen, immer größer wurde. Forsthuber fackelte nicht lange und nahm das Projekt „Kyana“ in Angriff.

CD-Premiere: Projekt emotional unterschätzt

Der Name setzt sich aus der Verkürzung von Keyboard und dem Vornamen der Sängerin, Anna, zusammen. Über den Namen sei viel diskutiert worden, erzählt die Sängerin, aber letztlich „habe ich alles so durchgezogen, wie ich wollte“. Mittels Crowdfunding hat sie ihre erste CD mit acht eigenen Songs und einer Reminiszenz an Amy Winehouse produziert.

Am Samstag war im Rahmen des Sommerevents im Hof der Alten Hofmühle nun Premiere für ihre CD „what‘s wrong“. Im Gespräch vor dem Auftritt schildert sie, wie die Arbeit an der CD ihr geholfen hat, sich „als Musikerin zu definieren“. Sie habe das Projekt, das sie in nur knapp einem halben Jahr gestemmt hat, emotional unterschätzt. Eine wichtige Erkenntnis habe sie aber ungeachtet der Tatsache, ob die CD nun ein Erfolg wird oder nicht, für sich gewonnen: „Das ist mein Leben.“

„Ich möchte es so weit wie möglich schaffen“

„Auf einer persönlichen Ebene hat sich das Projekt jetzt bereits gelohnt.“ Was nicht heißen soll, dass ihr Erfolg grundsätzlich unangenehm wäre. „Ich möchte es so weit wie möglich schaffen.“ Ihr sei aber bewusst, dass das Maß des Erfolgs von anderen festgelegt werde. Deswegen hat sie sich ihr persönliches Ziel sehr unmittelbar gesteckt: „Jetzt will ich die Songs einfach so oft spielen, wie es geht.“

In der Kulturmü‘µ wurde sie von „Soul Sanity“ unterstützt. Die Band war bereits im November dort zu Gast. Wie viele Künstler, die einmal hier aufgetreten sind, sind Kathrin Bachner und ihre Kollegen zu „Wiederholungstätern“ geworden.