Erstellt am 29. Oktober 2015, 03:47

von Barbara Witzany

Arbeiter (51) überstand dramatischen Unfall. ÖBB-Mitarbeiter wurde in Ziersdorf zwischen Lok und Verschubrampe eingeklemmt und kam mit Prellungen davon.

Zwischen Rampe (links im Bild) und Lok wurde ein Verschubarbeiter eingeklemmt und stellte in seiner misslichen Lage die Einsatzkräfte vor eine schwierige Aufgabe. Foto: Witzany  |  NOEN, Barbara Witzany

„Unser Mitarbeiter hat Glück gehabt und glücklicherweise nur ein paar Prellungen und Abschürfungen erlitten“, informiert ÖBB-Sprecher Christopher Seif.

Vergangene Woche kam es am Bahnhof beim Verschubgleis zu dem Unfall. Der 51-jährige Verschubarbeiter aus Sigmundsherberg dürfte von der Lok gesprungen und zwischen die vermutlich noch langsam fahrende Lok und die Laderampe gerutscht sein. Drei Feuerwehren sowie das Rote Kreuz Ziersdorf rückten aus.

„Waren mit Geräten an der Grenze“

Die FF-Kräfte setzten einen Spreizer, einen Hydraulikstempel und ein Hebekissen aus Hartgummi ein. „60 bis 70 Tonnen zu bewegen und dabei niemanden zu gefährden ist schon eine gewaltige Herausforderung“, so der Pressereferent der Ziersdorfer Wehr, Andreas Kisser.

„Wir waren mit unseren Geräten – bei dieser Masse – an der Grenze. Es hat aber letztendlich funktioniert“, freut auch er sich über den glimpflichen Ausgang.

Feuerwehrkommandant Josef Nestreba zu diesem schwierigen Einsatz: „Im Lok-Bereich haben wir eigentlich mit unserer Ausrüstung kaum eine Chance. Aber die Wehren haben unsere Geräte sehr gut eingesetzt. Es ist gelungen, die Lok weg und in die seitlichen Federn zu drücken. Damit konnten wir das Unfallopfer nach unten bergen.“

NÖN.at hatte berichtet: