Erstellt am 27. April 2016, 04:44

von Christoph Reiterer

Arbeitskreis für Campus startet. Kornelius Schneider (VP) hofft auf Grundsatzbeschluss noch 2016.

Symbolbild  |  NOEN, Ernst Weingartner
Diese Woche tagt erstmals der neue Arbeitskreis „Schulcampus Hollabrunn“, der von SPÖ-Klubsprecher Alexander Eckhardt gefordert worden war und zu dem VP-Stadtrat Kornelius Schneider nun alle Fraktionen eingeladen hat.

Es gilt zu erörtern, in welche Richtung sich der geplante Campus am Messegelände entwickeln soll. Schneider wünscht sich einen Grundsatzbeschluss noch in diesem Jahr. Indes ist klar, dass die Ausbildung zum Fleischer und Fleischverkäufer an die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Hollabrunn angegliedert wird.

Ab 2018 kommen alle Fleischer aus NÖ und dem Burgenland

Schneider zeigt sich erleichtert, dass die Landesberufsschule der Fleischer, die derzeit noch in der Weisleinstraße etabliert ist, wo der Campus entstehen soll, Hollabrunn erhalten bleibt. „Das macht Sinn, ist wichtig für die Schulstadt und für die Privat-HTL für Lebensmitteltechnologie.“

Am LFS-Areal werden Klassenräume und eine Fleischwerkstätte errichtet, die von gewerblicher Berufsschule, Privat-HTL und LFS genutzt werden, wie Direktor Rudolf Reisenberger in den „Sonnleiten news“ berichtet.

Ab dem Schuljahr 2018/19 werden alle niederösterreichischen und burgenländischen Fleischer am Standort der LFS ausgebildet. In diesem Zusammenhang erfahre auch das Internat eine aufgrund der stetig steigenden Schülerzahlen längst notwendige Renovierung. Allein fürs kommende Schuljahr sei die Aufnahme von vermutlich drei neuen Lehrern erforderlich.

Umschichtung der Volksschulen im Stadtzentrum als Plan B

Zurück zur Campus-Idee: Es sollen alle Vorkehrungen getroffen werden, damit im Jahr 2017 die Ausschreibung und die Planungsarbeiten „in aller Ruhe“ erfolgen können („Wir werden auch einen Architektenwettbewerb brauchen.“) und im Jahr 2018 hoffentlich mit dem Bau begonnen werden kann.

Finanzstadtrat Schneider räumt ein, dass das Projekt auf den ersten Blick sehr viel Geld verschlinge, doch es müsse der nachhaltige Charakter zur Stärkung des Schulstandortes Hollabrunn gesehen werden. Der Status als Schulstadt dürfe nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

Im Visier ist jedenfalls eine neue Volksschule mit 17 Klassen plus acht Klassen für das ZIS (Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik) und fünf Gruppen für die Nachmittagsbetreuung. Ein möglicher Plan B wäre die Umschichtung der Volksschulen im Stadtzentrum und ein Neubau für Neue Mittelschule und Poly. Geklärt werden muss auch die Frage der benötigten Turneinrichtungen.

Die SPÖ hat ihre Mitarbeit bereits angekündigt, für die ÖVP werden Schulstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly und Bildungsgemeinderätin Doris Graf mit im Boot sein. „Ich bin gespannt, wer noch mitgestalten möchte“, so Schneider.