Erstellt am 22. September 2015, 08:45

von Christoph Reiterer

Waldsportplatz-Pacht soll beendet werden. Gemeinde führt Gespräche mit Fußballverein. Eine Übersiedelung des ATSV in die Aumühlgasse wird diskutiert.

Was passiert mit dem Waldsportplatz? Das Grundstück ist im Besitz der Gemeinde. Das Gebäude ist ein Superädifikat und gehört dem ATSV. Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN

Hat der altehrwürdige Waldsportplatz in Hollabrunn bald ausgedient? Darüber wird in der Stadt jedenfalls gemunkelt.

Kompetenzzentrum in Aumühlgasse würde Schneider gefallen

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der Pachtvertrag zwischen Gemeinde und ATSV Hollabrunn läuft Ende des Jahres aus. Würde der Verein seinen Spielbetrieb ins Stadion in der Aumühlgasse verlegen, könnte die Gemeinde das Grundstück am Waldrand anderweitig verwenden.

„Es gibt laufend Gespräche. Wir suchen eine Lösung, die die beste für Hollabrunn und den Hollabrunner Fußball ist“, sagt Finanzstadtrat Kornelius Schneider. Er macht kein Hehl daraus, dass ihm ein sportliches Kompetenzzentrum in der Aumühlgasse, wo eine nahezu perfekte Infrastruktur vorhanden sei, gefallen würde.

Ob dann auch der ATSV mit dem FK Blau-Weiß verschmelzen würde, müssten andere entscheiden. Nur so viel: „Der FK Blau-Weiß war eine sehr gute Idee, mit der sich die Jugend identifiziert“, findet Schneider. Aus gewissen Belangen müsse sich die Politik aber eben heraushalten. „Wir können die Rahmenbedingungen schaffen und die sind ausreichend vorhanden. Wir stecken mitten in den Gesprächen“, erklärt der Stadtrat.

„Jeder macht seine Hausaufgaben. Wir lassen den
bestehenden Pachtvertrag mit der Gemeinde prüfen.“
Reinhard Köck, Obmann des ATSV Hollabrunn

ATSV-Obmann Reinhard Köck erklärte indes im NÖN-Gespräch, dass ihm bereits mitgeteilt worden sei, dass der Pachtvertrag nicht verlängert werden soll. Nun müsse man ins Detail gehen. „Jeder macht seine Hausaufgaben. Wir lassen auch den Vertrag prüfen“, so Köck.

Das Stadion wäre als Alternative nicht unattraktiv, meint der ATSV-Obmann, der allerdings von notwendigen Umbauarbeiten spricht. Ob es allerdings sinnvoll sei, den Vertrag zu beenden, bevor diese Arbeiten geleistet sind, sei fraglich.

Und was würde mit dem Grundstück passieren, wenn der Waldsportplatz tatsächlich nicht mehr Heimstätte des Fußballvereins ist? „Es gibt Ideen. Auch da werden wir beraten, was das Beste für die Stadtentwicklung ist“, betont Kornelius Schneider.