Erstellt am 24. Februar 2016, 04:09

von Karin Widhalm und Franz Enzmann

Attacke mit Pfefferspray: Bankräuber auf der Flucht. Ganove sprühte Kassierin Pfefferspray in die Augen und floh mit dem Geld. Die Kriminalbeamten suchen nach ihm.

Die Raiffeisenkasse wurde 1890 in Seefeld-Kadolz gegründet. Foto: Karin Widhalm  |  NOEN, Karin Widhalm

„Was?“ Ein Raika-Kunde konnte es vergangene Woche nicht fassen (

und unten). Franz Seidl, Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Hadres-Seefeld, informiert ihn gerade: Die Filiale hat nach einem Überfall vor zwei Stunden eigentlich geschlossen.

Mit Spray ins Gesicht der Kassierin gezielt

Der Bankräuber dürfte um 10.47 Uhr die Zweigstelle betreten haben. Er habe die Kassierin mit einer Faustfeuerwaffe bedroht und nach Geld verlangt. Die Mitarbeiterin hätte ein Plastiksackerl gefüllt, während ihr Kollege von seinem Büro aus den Alarmknopf drückte – und nach vorn zum Kassabereich ging.

Der Dieb setzte seinen Pfefferspray ein und zielte ins Gesicht der Kassierin. Der andere Mitarbeiter habe sich rechtzeitig wegdrehen können.

Zweigstelle war zuletzt 2010 beraubt worden

Die Szene, die Seidl der NÖN schilderte, spielte sich innerhalb von Minuten ab. Die Kassiererin wurde von einem Arzt versorgt. Ihr gehe es den Umständen entsprechend. Der Raika-Direktor ist froh, dass niemand schlimm verletzt wurde.

Die Polizei leitete eine Fahndung ein, während Ermittler und die Spurensicherung den Tatort untersuchten. Die Ermittlungen laufen noch. Bürgermeister Georg Jungmayer, der kurz nach dem Überfall vor Ort war, hofft, „dass der Bandit bald geschnappt wird“.

Die Zweigstelle wurde zuletzt 2010 beraubt: Der Bankomat wurde aus dem Foyer transportiert. Schleifspuren sind noch immer zu sehen. Raika-Mitarbeiter können sich zudem an einem Überfall der Obritzer Filiale in den 1980er-Jahren erinnern.


Hinweise erbeten!

Der 30 bis 40 Jahre alte Mann, 1,70 bis 1,75 Meter groß, war laut Polizei von sportlicher Statur. Er trug eine schwarze Kapuzenjacke, eine schwarze Hose, weiße Sportschuhe, eine schwarze Schirmkappe, eine schwarze Brille und sprach Deutsch „mit erkennbarem Akzent“.

Hinweise werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-303333 erbeten.

NÖN.at hatte berichtet: