Erstellt am 12. April 2016, 11:13

von Christoph Reiterer

Aus für Asylquartier: „Musste Wunsch nachkommen“. Vorverurteilung? Sippenhaftung? Oder einfach unumgänglich? Die Entscheidung von Hollabrunns Bürgermeister Erwin Bernreiter, dass die 21 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) ihre Unterkunft im Studentenheim verlassen mussten, scheidet die Geister.

Foto: Christoph Reiterer  |  NOEN, Christoph Reiterer

Auslöser für die Entscheidung war, wie berichtet (

), die Verhaftung eines jungen Afghanen aus dem UMF-Projekt, dem vorgeworfen wird, im Bezirk Korneuburg eine 13-Jährige missbraucht zu haben.

Während sich Christian Lausch (FPÖ) und Wolfgang Scharinger (Liste Scharinger) bestätigt fühlen, zeigten sich die Grünen sowie SPÖ-Sozialstadträtin Elke Stifter bei einer kurzfristig initiierten Verabschiedung der Jugendlichen am Montag vor dem Studentenheim empört. Grünen-Gemeinderat Denis Thompson meint, dass der Bürgermeister rücktrittsreif sei.

Das Gerücht, dass die Absiedelung sogar auf Betreiben des betreuenden Vereins menschen.leben erfolgte, zerschlägt der Stadtchef: Es sei seine Entscheidung, er schiebe die Verantwortung nicht ab. „So leid es mir tut, ich musste dem Wunsch der Eltern, die ihre Kinder bei uns untergebracht haben und dafür auch bezahlen, nachkommen.“

Die Flüchtlingsburschen wurden nun in andere Quartiere in verschiedenen Orten in Niederösterreich gebracht. „Jetzt ist alles durcheinander“, seufzte ein ehemaliger HTL-Lehrer, der freiwillig unterrichtete und als Betreuer fungierte.

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