Erstellt am 21. Dezember 2015, 10:38

von Christoph Reiterer

Baugrund-Aufschließung wird teurer. Dass die Gemeinde Hollabrunn in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres ihre Aufschließungsabgabe von 450 auf 490 Euro erhöhte, fand erwartungsgemäß wenig Anklang bei der Opposition.

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Eine solche Erhöhung, während man es selbst nicht schaffe, seine Hausaufgaben zu erledigen, sei nicht zu akzeptieren, meinte SPÖ-Gemeinderat Jakob Raffel. Für Klubobmann Alexander Eckhardt steht die Erhöhung in Widerspruch mit den Bemühungen, leistbares Wohnen sicherzustellen. Die Mehrbelastung für jene, die sich Baugrund anschaffen wollen, sei schmerzlich. Er stellte daher einen Antrag auf Beibehaltung des ursprünglichen Betrages.

FPÖ-Gemeinderat Christian Lausch stimmte zu. Leistbares Wohnen rücke damit in weite Ferne. Man dürfe die Abwanderung der eigenen Jugend nicht auch noch provozieren. Grünen-Gemeinderat Peter Loy hakte bei den „Hausaufgaben“ ein. Es gebe noch genügend Bereiche, in denen die Gemeinde effizienter agieren könne. Und auch der mit drei weiteren Mandataren aus der FPÖ ausgetreten Wolfgang Scharinger fand die Erhöhung nicht angebracht.

Die VP hielt jedoch an ihrem Antrag fest und setzte den Beschluss mit ihrer absoluten Mehrheit durch. „Wir gleichen den Satz nur an die umliegenden Gemeinden an“, betonte Finanzstadtrat Kornelius Schneider.