Hollabrunn

Erstellt am 24. Januar 2018, 03:59

von Christoph Reiterer

Frontmann Landbauer lobt FPÖ-Rookie Sommer. Udo Landbauer hält große Stücke auf Michael Sommer. Dieser warnt vor einer Überalterung im Bezirk.

Präsentierten Sicherheit, leistbares Wohnen,Gesundheit und Verkehrsinfrastruktur als blaue Schwerpunkte: Michael Sommer, Udo Landbauer und Christian Lausch, der stellvertretender Landesparteichef ist (v.r.).  |  Sandra Frank

Für ein Pressefrühstück im Gasthof Reisinger gab sich am vergangenen Freitag der FPÖ-Landesspitzenkandidat Udo Landbauer in Hollabrunn die Ehre und lobte den Hollabrunner Bezirksspitzenkandidaten Michael Sommer in höchsten Tönen. „Zu einem absehbaren Zeitpunkt werden wir ihn im Landtag sehen.“

Sicherheit und Hausärztesterben als Themen

„Junge Menschen werden geradezu gezwungen, aus der Region zu flüchten“, klagte Sommer, der mit 21 Jahren der jüngste Kandidat im ganzen Land ist. „Wenn es so weitergeht, werde ich in 30 Jahren einer der Jüngsten sein, der hier wohnt“, meinte der Hollabrunner Wirtschaftsstudent überspitzt. Der Ausbau von S 3 und Bahn sowie leistbares Wohnen seien deshalb die vorrangigen Themen für die Freiheitlichen.

Dass das Geld nicht auf Bäumen wächst, sei jedem mündigen Bürger bewusst, ergänzte Landbauer. Sommer habe erkannt, dass man auf regionale Themen setzen müsse, denn: „Übers ganze Land gibt es ein so stark divergierendes Feld von Themen.“

Landbauer hob die Sicherheit als weitere blaue Schwerpunkte hervor. Dass das Sicherheitsempfinden der Menschen sinkt, könne man auch mit Statistiken nicht wegleugnen. „Sinkende Zahlen sind nicht beruhigend, wenn sie von einem Rekordniveau ausgehen.“

Dem „Hausärztesterben“ müsse mit einem Tarifsystem begegnet werden, das der Verantwortung der Mediziner gerecht wird. Bisher präsentierte Mittel seien untauglich.

Landbauer würde, sollt es zu Regierungsverhandlungen kommen, das Wohnbau-Ressort beanspruchen. „Der geförderte Wohnbau liegt preislich weit über dem Privatsektor. Das geht am Sinn und Zweck vorbei“, kritisiert er. Gewisse Richtlinien und „architektonischen Meisterleistungen“ seien absurd und würden den Wohnbau unnötig teuer machen.