Erstellt am 12. Dezember 2017, 10:37

von Sandra Frank

NEOS: "Wir haben es geschafft!". Die NEOS haben im Bezirk die nötigen 50 Unterstützungserklärungen zusammen, um bei der Landtagswahl auf dem Stimmzettel zu stehen. Außerdem haben die NEOS neue Mitstreiter.

Markus Heidegger verließ die Freiheitlichen und unterstützt nun NEOS-Mandatarin Ulrike Vojtisek-Stuntner.  |  Sandra Frank

„Wir haben es geschafft!“, verkündet Ulrike Vojtisek-Stuntner am Montagvormittag im NÖN-Gespräch, dass die NEOS die 50 Unterstützungserklärungen im Bezirk zusammen haben, die sie brauchen, um bei den Landtagswahlen 2018 auf dem Stimmzettel zu stehen. „Wir wollen aber einen Überhang schaffen, um das Ergebnis abzusichern“, will die Maissauerin nichts riskieren.

Schon wieder: Ex-Blauer will zu Pink

Bei diesem Vorhaben kann sie auf die Unterstützung eines neuen Mitstreiters zählen: Nachdem Hollabrunns Gemeinderat Johann Mareiner mit den NEOS liebäugelte, ist nun ein weiterer ehemaliger Freiheitlicher an den Pinken interessiert. Markus Heidegger, ehemaliger Pressereferent der Blauen, hat seine Unterstützungserklärung bereits abgegeben und will sich weiter für die NEOS engagieren.

„Hätte ich das Parteiprogramm der NEOS früher gelesen, wäre ich nie bei der FPÖ gelandet“, stellt der Haugsdorfer klar, dass es sich hier um keine Racheaktion gegenüber der FPÖ und Bezirksparteiobmann Christian Lausch handle. Auch wenn Heidegger zugibt, dass Querelen mit Lausch der Grund für seinen Parteiaustritt im Oktober waren. Da er politisch interessiert sei, habe er sich weiter umgesehen. „Ich hab‘ auch mit dem Gedanken gespielt, etwas eigenes, regionales, zu machen.“ Doch die NEOS würden genau das vertreten, was er sich vorstelle. „Sie wollen den Förderdschungel durchbrechen und stehen für Transparenz", nennt Heidegger Beispiele.

"Jetzt geht's erst richtig los"

Vojtisek-Stuntner freut sich über die Unterstützung, denn Heidegger will, gemeinsam mit seiner Gattin, im kommenden Wahlkampf mithelfen. „Wir wollen ja auch gewählt werden“, lacht die Maissauerin, dass es mit den genügend Unterstützungserklärungen noch nicht getan ist. „Jetzt geht’s erst richtig los.“ Ihre Aufgabe sieht die Landtagskandidatin nun darin, die Menschen aufzuklären und ihnen ihre Ängste zu nehmen. Etwa, was den angekündigten 12-Stunden-Arbeitstag betrifft.

„Wir haben gültige Gesetze. Es kann niemand mit einem einzigen Federstrich veranlassen, dass jetzt jemand jeden Tag zwölf Stunden arbeiten muss“, ärgert sich die einzige NEOS im Bezirk über diesen Irrglauben, der verbreitet wird. Wichtig ist ihr auch, den Menschen zu vermitteln, dass die NEOS die zukünftigen Koalitionsparteien nur dann unterstützen, wenn Vorhaben ihrer Linie entsprechen. Es gelte, die Kräfte zu bündeln, nicht aber alles zu übernehmen, was vom politischen Mitbewerber komme. Ein Beispiel ist die Auflösung der Pflichtmitgliedschaften. „Wenn die FPÖ hier Unterstützung braucht, dann wird sie sie von uns bekommen. Das heißt aber nicht, dass wir immer der Meinung der Freiheitlichen sein werden.“