Erstellt am 15. September 2015, 08:25

von Jutta Hahslinger

„Teenie-Schreck“ muss drei Jahre brav sein. Langeweile und Frust bekämpfte 16-Jähriger mit der Verbreitung von Angst: Begrapschte Mädchen und terrorisierte Schwächere.

Staatsanwalt Lambert Schöfmann war mit dem Urteil und den Weisungen einverstanden. Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN

Die Pflichtschuljahre erfolgreich hinter sich gebracht, machte sich ein Teenager aus dem Bezirk Hollabrunn auf die Suche nach einem Lehrplatz. Als er keine Lehrstelle fand, begann der enttäuschte und gelangweilte 16-Jährige mit einem bösen Zeitvertreib.

Zigaretten abgenötigt, Gemeindemauer bombardiert

Er ging auf Schwächere los, begrapschte junge Mädchen an der Bushaltestelle und sekkierte kleine Buben auf dem Spielplatz. Unter Androhung von Prügeln nötigte er einem Jugendlichen Zigaretten ab. Seinen Frust ließ er auch an der Gemeindemauer aus und bombardierte diese mit Steinen.

Als die Schandtaten des Jugendlichen ans Tageslicht kamen – die Opfer hatten für geraume Zeit aus Angst und Scham geschwiegen – setzte es eine Anklage wegen sexueller Nötigung, Sachbeschädigung und gefährlicher Drohung.

Der Jugendliche zeigte sich vor Gericht geständig. Richter Franz Furtner verhängte über den bislang unbescholtenen Teenager eine Bewährungsstrafe von einem Jahr. Zudem muss der Jugendliche sein Arbeitstraining im Landesjugendheim Hollabrunn fortsetzen und ein Antiaggressionstraining absolvieren. Weiters darf er keinerlei Kontakt zu den Opfern suchen.