Hollabrunn

Erstellt am 02. Dezember 2016, 09:53

Weniger Arbeitslose im November. Eine bessere Prognose, als diese aufgrund der Konjunkturprognosen zu erwarten gewesen sei, vermeldet das AMS Hollabrunn: Im November gab es 1.462 Arbeitslose im Bezirk – um 43 (2,9 %) weniger als im Spätherbst des Vorjahres. Hollabrunn konnte somit ein wenig zum positiven Bundestrend beitragen (nur -0,2 %), während die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich um zwei Prozent anstieg.

Betroffene müssen selbst beim AMS aktiv werden  |  APA

„Unverändert gute Umsätze im Handel und Dienstleistungssektor sowie eine stabile Beschäftigung am Bau tragen zu dieser erfreulichen Bilanz bei“, lautet das Resümee von AMS-Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt. Aktuell gibt es im Bezirk 19.748 Beschäftigte (+1,0 %). Frauen profitieren von diesem Plus deutlich stärker als Männer. Junge Arbeitskräfte finden leichter einen Job als die ältere Erwerbsgeneration. So liegt die Arbeitslosigkeit bei unter 25-Jährigen mit 186 Jobsuchenden stabil unter der 200er-Grenze, während bereits jeder Dritte Arbeitslose älter als 50 ist.

AMS

„Trotz 495 erfolgreicher Jobvermittlungen von Arbeitslosen über 50 ist es im heurigen Jahr nicht gelungen, dem Trend der zunehmenden Altersarbeitslosigkeit entgegenzuwirken“, sieht Mukstadt weiteren Handlungsbedarf. Das Förderprogramm „Jobchance 2017“ sei genau auf diese Altersgruppe ausgerichtet und beinhalte eine Erhöhung des Lohnkostenzuschusses für Unternehmen, die über 50-Jährige einstellen. Nach einem halben Jahr Vormerkung werden 60 Prozent der Lohnkosten von AMS und Land NÖ übernommen - bei Frauen für sechs Monate, bei Männern sind es vier Monate.

„Das Ganze ist mit dem zusätzlichen Service einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung verbunden, was bedeutet, dass der Betrieb zu Beginn der Beschäftigung kein Dienstverhältnis begründen muss, sondern lediglich den Selbstkostenbeitrag von 40 Prozent zu entrichten hat“, erklärt Mukstadt. „Wenn´s passt, ist im Anschluss an das gemeinnützige Personalleasing die Übernahme in ein Dienstverhältnis das erklärte Ziel“, sieht man beim AMS darin einen Türöffner für „50+“-Jobs und will damit Ältere am Arbeitsmarkt forcieren.