Hollabrunn

Erstellt am 29. Dezember 2017, 04:23

von NÖN Redaktion

Hunde-Frauchen im Clinch und „ineinander verkeilt“.... In einem Dorf im Bezirk Hollabrunn eskalierte das vergiftete Klima unter Hundebesitzerinnen.

Symbolbild  |  Anetlanda/Shutterstock.com

Sie hatte vor ihrem Haus eine Schreierei wahrgenommen, erzählte eine Zeugin am Bezirksgericht Hollabrunn von zwei Hundebesitzerinnen, die sich beim Gassi gehen attackierten.

„Sie waren ineinander verkeilt. Ich habe versucht, sie zu trennen. Es war ein Kraftakt. Beide haben sich an den Haaren gerissen“, so die 38-Jährige. Kinder hätten daneben geweint.

Fußtritt von der Tochter der Kontrahentin kassiert

Beide Damen mittleren Alters waren wegen Körperverletzung angeklagt. „Am Anfang haben wir uns gegenseitig besucht. Plötzlich hat sie nichts mehr mit mir geredet und begonnen, auf meinen Hund zu schimpfen“, schilderte die eine. Der raue Umgangston habe sich auch auf die Tiere übertragen.

Jedenfalls sei es an jenem Tag ebenfalls zu Beschimpfungen gekommen und sie habe ihren angeleinten Hund verteidigen wollen. Einen Stoß der anderen habe sie erwidert. Nach gegenseitigem Haarereißen habe sie einen Fußtritt von der Tochter der Kontrahentin kassiert. Im Spital wurde später eine Gehirnerschütterung festgestellt.

Das andere Frauchen sprach von provokantem Lachen und aggressivem Verhalten der Widersacherin, die sich zweimal auf sie gestürzt hätte. Deren Hund sei laut und zu unmöglichen Zeiten draußen. Warum auch die andere verletzt wurde? „Weiß ich nicht.“ Richter Erhard Neubauer beendete den Zickenkrieg: Mit Geldbußen von 270 bzw. 70 Euro wird das Verfahren eingestellt.