Erstellt am 19. Januar 2016, 11:44

von Sandra Frank

BHAK/BHAS Hollabrunn feiert 50. Geburtstag!. 50 Jahre gibt es die BHAK/BHAS in der Schulstadt Hollabrunn bereits. Dieses Jubiläum musste natürlich groß gefeiert werden.

Direktorin Andrea Filz präsentierte den Ehrengästen die Geburtstagstorte ihrer Schule. Foto: Sandra Frank  |  NOEN, Sandra Frank

„Die Hollabrunner HAK ist immer ein Vorreiter gewesen“, lobte Landesschulinspektorin Brigitte Schuckert die Handelsakademie am Geburtstagsfest der Schule. 50 Jahre gehört die Bildungseinrichtung bereits zur Schulstadt Hollabrunn.

Zur Feier in den Festsaal kamen sie alle: Amtierende und Ehemalige. Schüler, Lehrer, Direktoren und Wegbegleiter. Moderatorin Daniela Zeller holte immer wieder Menschen aus einer symbolischen Zeitkapsel.

Zuerst kamen mit Arno Klien ein Lehrer der ersten Stunde, mit Maria Stern eine Absolventin des ersten Jahrgangs und mit Adolf Kaspar ein EDV-Pionier der BHAK/BHAS auf die Bühne und plauderten aus dem Nähkästchen. „1981/82 hat das Computerzeitalter begonnen“, erinnert sich Kaspar, als er erstmals via Satellit mit Ohio kommunizierte.

Bezirkshauptmann Stefan Grusch unterstrich den guten Kontakt zwischen BH und HAK. „Mit einem ganz großen Projekt zum Thema Jugend und Alkohol haben wir im Bezirk und darüber hinaus tiefe Spuren hinterlassen“, erinnert er.

Immer wieder sind auch Praktikanten der Handelsakademie und der Handelsschule in der Bezirkshauptmannschaft tätig. Gruschs Kinder besuch(t)en ebenfalls diese Schule. „Der Dritte macht heuer Matura – so hoffe ich“, schmunzelte der Bezirkshauptmann. Etwas, was die Jugendlichen an der BHAK/BHAS lernen würden: „Die Leistung steht im Mittelpunkt. Schule ist nicht immer lustig.“

Bürgermeister Erwin Bernreiter lobte den modernen Standard der Schule, die stets in engem Kontakt mit den Firmen der Region stehe. „Es sind aber immer die Personen, die dahinterstehen und alles gestalten“, bemerkte auch der Stadtchef das amikale Miteinander innerhalb und außerhalb der Schule. „Ich bin überzeugt, dass sich die HAK noch weiterentwickeln und Hollabrunn in den nächsten Jahren prägen wird.“

Was – ehemalige – Schüler und Lehrer nicht müde wurden zu betonen, ist das Miteinander, das in der BHAK/BHAS gelebt wird. Etwa Andreas Kaim. Der Bankleiter war einst Schulsprecher. Das Wichtigste, das er aus seiner Schulzeit in die Arbeitswelt mitnehmen konnte? „Dass es sehr wichtig ist, dass die Mitarbeiter gern in die Arbeit kommen.“

Johann Heuras, Präsident des Landesschulrates, hielt eine flammende Rede auf das österreichische Bildungssystem. Die Bildung von heute sichere den Wohlstand von morgen. „Wir haben heute einen enormen Wohlstand. Da können die letzten 50 Jahre nicht so verkehrt gewesen sein.“ Das würden auch die Zahlen der Jugendarbeitslosigkeit zeigen, die derzeit einen „sensationellen Wert“ aufweisen würden. „Das ist kein Zufall.“ Mit den Worten „Sie haben meinen tiefen Respekt, tun Sie so weiter“, schloss Heuras seine Ansprache.

Landtagspräsident Hans Penz bezeichnete die Hollabrunner BHAK/BHAS als „Kader- und Karriereschmiede“ für Niederösterreich, ein Ort, an dem Wissen lebendig und Träume Wirklichkeit werden würden. Es brauche Menschen mit Haltung, Vernunft und Wissen, welche die Bildung, „die Schlüsselressource schlechthin“, vermitteln. Die Pädagogen hätten sich ein besonderes Lob verdient, denn: „Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern auch Werte.“

Für Karl-Heinz Jirsa war dieses Jubiläumsfest ein ganz besonderes. Er sah, wie er selbst sagte, einen Großteil seines Lebens an ihm vorbeiziehen. Der heutige Stadtrat war Schüler, Lehrer und Leiter der BHAK/BHAS, ehe er Landesschulinspektor wurde. „Ich bin Lehrer geworden, weil die Lehrer der HAK meine Vorbilder waren.“ An der Hollabrunner Schule hätte er gelernt, was das Unterrichten ausmache. Jirsa gehöre zu den wenigen Menschen, die sich ihren größten Wunsch – in seinem Fall: Wirtschaftspädagoge an der HAK-Hollabrun zu werden – erfüllen konnten.

Im Jahr 2000 verließ er die Schule Richtung St. Pölten. Das habe er ruhigen Gewissens gekonnt, da er ein „super Team“ aufgebaut hatte. Die Zielstrebigkeit von der heutigen Direktorin Andrea Filz habe er schon damals sehr geschätzt. Als „Geburtstagsgeschenk“ überreichte Jirsa der Schulleiterin ein Kisterl mit einer 50 Jahre alten Rechenmaschine, die dank der Familie Angelis noch funktioniert. „Das ist der Beginn des Schulmuseums“, lachte Jirsa.

Filz war sehr berührt von den vielen lobenden Worten, die die Gäste ihr und der Schule aussprachen. „Meine Vorgänger haben mir eine toll entwickelte Schule übergeben“, will die Direktorin diesen Weg der praxisorientierten Ausbildung auf jeden Fall weiter bestreiten.
 


NÖN.at berichtete: BHAK/BHAS Hollabrunn feiert 50. Geburtstag!

50 Jahre gibt es die BHAK/BHAS in der Schulstadt Hollabrunn bereits. Dieses Jubiläum musste natürlich groß gefeiert werden.

Direktorin Andrea Filz lud dazu in den Festsaal der Schule, wo sich die Ehrengäste zum Festakt einfanden. Arno Klien, ein Lehrer der ersten Stunde, Maria Stern aus dem ersten Maturajahrgang der Schule und Adolf Kaspar, EDV-Pionier der Bildungseinrichtung  sprachen über ihre Zeit an der Schule.

Die Festredner kamen allesamt nicht umhin, lobende Worte für die Schule zu finden. „Die Leistung steht im Mittelpunkt“, weiß Bezirkshauptmann Stefan Grusch. „Die HAK ist ein moderner Schulstandort mit engem Kontakt zu den regionalen Firmen“, lobte Bürgermeister Erwin Bernreiter.

Johann Heuras, Präsident des Landesschulrats, hielt eine flammende Rede auf das österreichische Bildungssystem. Landtagspräsident Hans Penz lobte die BHAK/BHAS Hollabrunn als Kaderschmiede in Niederösterreich.

Direktorin Filz bedankte sich für die Wertschätzung und dafür, dass ihr von ihren Vorgängern eine solch tolle Schule übergeben wurde. Einer davon ist Stadtrat Karl-Heinz Jirsa.