Erstellt am 23. Dezember 2015, 04:38

von Christoph Reiterer

Boxer riss aus und zerbiss Hündchen. „Fahrlässig“: Familie trauert um ihren kleinen „Annibal“. Hundeführer hatte eines seiner drei Tiere nicht unter Kontrolle.

»Annibal« (und sein Herrchen). Der kleine Hund hatte keine Chance gegen den großen Boxermischling. Foto: privat  |  NOEN, privat

Familie Zach aus Gänserndorf trauert um ihren kleinen Rüden „Annibal“. Die Art und Weise, wie der chinesische Schopfhund in diesem Dezember in der Hollabrunner Kaplanstraße ums Leben kam, ist schockierend.

Es war ein Sonntagmorgen, als eine Freundin mit dem Hund in Hollabrunn eine „Gassirunde“ ging. Aus einer Seitenstraße kam ein Mann mit drei großen Boxermischlingen. Eines dieser Tiere riss sich von dem Hundeführer los, stürzte sich auf „Annibal“ und zerbiss ihn. Alle Hilferufe der Frau kamen zu spät. Der kleine Rüde war tot.

x  |  NOEN, privat


„Ich finde es sehr fahrlässig, mit drei großen Hunden zu gehen, wenn man diese nicht wirklich unter Kontrolle hat“, hofft Poli Zach-Sofaly, dass der Tod von „Annibal“ wenigstens den Sinn hatte, Hundehalter wieder mehr an ihre Verantwortung zu erinnern, und mahnt, mehr Vorsicht walten zu lassen. „Da ich auch Enkelkinder habe, will ich gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn auch eines der kleinen Kinder mit gewesen wäre.“

Der Hund sei ein Familienmitglied gewesen. „Wir vermissen ihn sehr.“ Die Freundin stehe immer noch unter Schock.

Der Boxermischling, der sich losgerissen und zugebissen hatte, gehörte übrigens nicht jenem Mann, der mit den drei Hunden unterwegs war.

Wollt Ihr strengere Regel für Hundehalter? Oder ist das der falsche Weg? Stimmt bei unserer NÖN.at-Umfrage mit!