Erstellt am 27. April 2016, 15:49

von Sandra Frank

Brand im Retzer Keller-System. Rauchschwaden stiegen aus dem Retzer Erlebniskeller auf, wo gerade für die Erfolgsproduktion „Jack the Ripper“ geprobt wird. Ein Schwelbrand in einem anderen Teil des Kellersystems war die Ursache. Schauspieler und Crew waren nicht in Gefahr.

Foto: FF Retz  |  NOEN, FF Retz
Anrainer des Retzer Hauptplatzes bemerkten am Dienstagabend (26. April) Rauchschwaden aus dem Kellersystem aufsteigen und alarmierten die Feuerwehr. Ein Schwelbrand in einem der Sandkeller war die Ursache, wie die Feuerwehr nach ersten Erkundungen feststellte.

Auch Wärmebildkamera im Einsatz

Mit schwerem Atemschutz ausgerüstet suchten die Feuerwehrmänner nach dem Brandherd. Das gestaltete sich als schwierig, da die Sicht des Atemschutztrupps durch die starke Rauchentwicklung nur wenige Zentimeter weit reichte. Außerdem ist das Retzer Kellersystem dafür bekannt, einem Labyrinth zu gleichen.

Doch die Feuerwehrmänner kämpften sich über zerstörte Stufen und durch enge Gänge. Am Eingang des Retzer Erlebniskellers beim Rathaus wurde ein Belüftungsgerät aufgestellt, das einen Teil des Rauches aufsaugte. Zusätzlich kam die Wärmebildkamera der Feuerwehr Retz zum Einsatz, mit der schließlich der Brandherd gefunden und anschließend gelöscht werden konnte.  

Mit einem Schadstoff-Messgerät wurden auch die Nachbarkeller untersucht. Der Erlebeniskeller und die angrenzenden Kellerröhren waren bis Mittwochfrüh gesperrt. Erhöhte Schadstoff-Werte wurden keine mehr festgestellt. Die Keller sind wieder betretbar.

Glück im Unglück: „Wir hatten probenfrei“

Nicht nur den Anrainern am Hauptplatz war kurze Zeit Angst und Bang. Der Hollabrunner Christian Pfeiffer verbringt mit seinem Schauspiel-Ensemble  in Retz gerade mehr Zeit unterirdisch, als über der Erde.

Pfeiffer ist Regisseur der Erfolgsproduktion „Jack the Ripper“, die im Erlebniskeller spielt und am Donnerstag (28. April) Premiere feiert. Zum Zeitpunkt des Brandes waren die Schauspieler zum Glück nicht im Keller. „Wir hatten am Dienstag probenfrei“, ist der Künstler erleichtert.

Aber noch eine halbe Stunde vor der Alarmierung fand die Begehung der Spielstätte mit der Feuerwehr statt. War die Produktion in Gefahr? „Kurzfristig, bis wir wussten was los war. Das Ganze hatte auf jeden Fall Herzinfarkt-Potenzial“, sagt der Künstler mittlerweile erleichtert.