Erstellt am 16. März 2016, 03:24

von Günter Rapp

Bürgermeister: „Ortsdurchfahrt ist unhaltbarer Zustand“. Nur eine großräumige Ortsumfahrung könnte das vor allem bei Schwerverkehr berüchtigte Nadelöhr im Ortsbereich Hohenwarth nachhaltig beseitigen. Bürgermeister macht Druck.

Wenn Busse oder Lkws die Straßenenge in Hohenwarth passieren, kommt es unweigerlich zu schwierigen Verkehrssituationen. Foto: Rapp  |  NOEN, Günter Rapp
Die Ortsumfahrung Hohenwarth ist seit Langem ein „heißes Thema“. Dass es eine mögliche Umfahrung nur im Bereich nördlich des Ortes Hohenwarth geben kann, ist für Bürgermeister Martin Gudenus völlig klar. „Eine Brücke im Süden Hohenwarths ist einfach unvorstellbar“, so der Gemeindechef zur NÖN.

„Dann müssen wir einen Alleingang machen“

Bereits im vergangenen Jahr hat sich Gudenus gemeinsam mit anderen Gemeindevertretern intensiv für den Ausbau der Straßenverbindung zwischen Hollabrunn und St. Pölten eingesetzt – einschließlich einer Umfahrung von Hohenwarth.

„Wenn eine Umfahrung nicht als Gemeinschaftsprojekt funktioniert, dann müssen wir einen Alleingang machen“, stellt Bürgermeister Gudenus klar. „Die Ortsdurchfahrt Hohenwarth, das ist ein unhaltbarer Zustand.“

Mittlerweile hat es bereits Gespräche mit den Bürgermeistern der Wagram-Gemeinden Kirchberg, Großriedenthal und Fels gegeben.

In einer Aussendung der Initiative „Transit.Stopp.Wagram“, die sich gegen den massiven Schwerverkehr samt Lärm- und Abgasbelastung durch die Orte Stettenhof und Gösing am Wagram zur Wehr setzt, wird auf Gespräche mit dem neuen Leiter der Abteilung für Gesamtverkehrsangelegenheiten der NÖ Landesregierung, Werner Pracherstorfer, hingewiesen.

Schmidatal-Gemeinden fordern Verbindung

„Herr Pracherstorfer hat betont, dass es eine Zerschneidung des Wagrams nur dann geben kann, wenn es ein gemeinsames Wollen bzw. Zustimmung der gesamten Region Wagram dazu gibt“, so Leopold Blauensteiner, Sprecher der Initiative.

Auch in der Hohenwarth-Mühlbacher Nachbargemeinde Ravelsbach würde man sich eine bessere Verbindung vom Weinviertel Richtung Westen wünschen. „Es muss nach geeigneten Lösungen gesucht werden“, ist Ravelsbachs Vizebürgermeister Josef Kaltenböck überzeugt.