Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:23

von Sandra Frank

Der UVP-Bescheid ist da - und positiv!.  Grünes Licht vom Verkehrsminister: Asfinag spricht von „Meilenstein in einem der wichtigsten Straßenbauprojekte“.

Bilder wie diese - im Juni 2014 wurde in Guntersdorf demonstriert, um den Bau des S-3-Abschnitts einzufordern - sollen der Vergangenheit angehören. Der UVP-Bescheid ist positiv, im Herbst 2016 soll mit dem Bau des Abschnitts Hollabrunn-Guntersdorf begonnen werden. Fotos: Archiv/Frank  |  NOEN, Archiv/Frank

In den nächsten Monaten sei mit der Erlassung des UVP-Bescheids zu rechnen, ließ das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) die Bürgermeister entlang der S 3 Ende November wissen – die NÖN hatte berichtet:



So lange sollte es dann doch nicht dauern, denn am Wochenende empfingen die Ortschefs die frohe Botschaft: Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Erweiterung der Weinviertler Schnellstraße zwischen Hollabrunn und Guntersdorf wurde positiv abgeschlossen.

„Mit dem positiven Bescheid hat die Asfinag einen weiteren Meilenstein für eines der wichtigsten Straßenbauprojekte in Niederösterreich gesetzt“, sagt Asfinag-Vorstand Alois Schedl.

„Ich freu‘ mich, dass ich das noch erleben darf“, scherzt Guntersdorfs Bürgermeister Roland Weber. Er habe nicht geglaubt, dass „es doch so schnell geht“.

An der Ernsthaftigkeit, dass das Projekt möglichst im Zeitplan umgesetzt werde, habe er aber nicht gezweifelt: „Wir haben in den vergangenen Monaten in regelmäßigen Abständen Gespräche mit der Asfinag geführt.“ Weber geht davon aus, dass im Herbst 2016 tatsächlich mit dem Ausbau der S 3 begonnen werden kann.

Pröll: „Wichtiges Etappenziel“ erreicht

„Es ist sehr erfreulich, dass der positive UVP-Bescheid endlich da ist“, sagt auch Richard Hogl, Bürgermeister von Wullersdorf. Der Landtagsabgeordnete habe ebenfalls nicht mehr damit gerechnet, dass der Bescheid noch 2015 ausgestellt werden wird. Für ihn zeige sich, dass sich die Hartnäckigkeit der Vergangenheit auszahlte.

Hogl war es, der immer wieder darauf pochte, mit den entsprechenden Stellen Kontakt zu halten und immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Bewohner von Suttenbrunn, Schöngrabern, Grund und Guntersdorf endlich entlastet werden müssen.

Dem kann Landeshauptmann Erwin Pröll nur zustimmen: „Für den Ausbau der S 3 gibt es gute Gründe: die dringend notwendige Entlastung der Ortschaften vom überregionalen Verkehr, mehr Sicherheit für Pendler und Schwung für die Wirtschaft der Region.“

Mit dem UVP-Bescheid sei jetzt ein „wichtiges Etappenziel zur tatsächlichen Umsetzung“ erreicht. Der Landeshauptmann weiß, dass der Ausbau der S 3 ein langer und intensiver Wunsch der Region ist. „Ich danke den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden für den Einsatz.“

Insgesamt sind es elf Kilometer, die ausgebaut werden sollen. Die Asfinag investiert in den Abschnitt Hollabrunn bis Guntersdorf 132 Millionen Euro. „Vorbehaltlich etwaiger Einsprüche starten wir im zweiten Halbjahr 2016 mit dem Bau“, ist Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, zuversichtlich, was den Zeitplan betrifft.


Meinung:

Wilfried Hammer, Sprecher der Bürgerinitiativen entlang der S 3:

„Die Bürgerinitiative Guntersdorf ist über diese Nachricht sehr erfreut. Wir haben aber auch nichts anderes erwartet. Endlich gibt es etwas Positives über die S 3 zu berichten. Es gibt aber immer noch Leute, die erst glauben, dass die S 3 gebaut wird, wenn der erste Bagger auffährt. Ich glaube aber daran, dass das Projekt, jetzt, wo grünes Licht vom Ministerium gekommen ist, tatsächlich umgesetzt wird. Trotzdem bin ich skeptisch, was den geplanten Baubeginn in der zweiten Hälfte 2016 betrifft. Ich hoffe natürlich, dass sich jetzt bei den Grundablösen niemand querlegt. Wenn alles glatt über die Bühne geht, dann kann es schon sein, dass wir im Herbst 2016 einen Bagger sehen.“