Erstellt am 30. Dezember 2015, 03:13

von Christoph Reiterer

Dickes Minus: Haus wird neu organisiert. Aktuelle Belastung von 400.000 Euro! Auf die thermische Sanierung muss beim Hollabrunner Studentenheim nun finanzielle Sanierung folgen.

Nach der thermischen Sanierung ist das Hollabrunner Studentenheim optisch zum Herzeigen. Was die finanzielle Sanierung betrifft, gibt es jedoch noch einiges zu tun. Foto: zVg/Gemeinde  |  NOEN, zVg/Gemeinde

100.000 Euro operativer Verlust, 140.000 Euro Darlehenszahlung, 160.000 Euro Rückzahlung für die Wohnbauförderung: Von schwarzen Zahlen ist das Hollabrunner Studentenheim mit seinen 63 Beschäftigten derzeit weit entfernt.

Das soll sich in absehbarer Zeit ändern, wenn es nach dem zuständigen VP-Stadtrat Karl-Heinz Jirsa geht. Er präsentierte jedenfalls im Rahmen der Gemeinderatssitzung erste Erkenntnisse der externen Prüfung, die im Haus akribisch durchgeführt wurde.

Es gelte nun, diese Erkenntnisse umzusetzen. Eine Neuorganisation sei unumgänglich. Für die erbrachten Dienstleistungen müsse es eine exakte Kalkulation geben. Empfohlen worden sei, das Seminargeschäft zu forcieren und das Marketing zu verbessern. Mitarbeiter sollen geschult werden. In der Küche soll es Investitionen geben. Das Reinigungskonzept fürs Internat soll optimiert werden.

Sporthotel steht eine Preiserhöhung bevor

Eine Ausgliederung des Hauses sei aus steuerlichen Gründen kein Thema. Aufgrund der Steuerreform wird man die Preise im Sporthotel im März anheben müssen. Der Voranschlag und der Dienstpostenplan 2016 wurden mit Mehrheit beschlossen. Die SPÖ-Mandatare enthielten sich der Stimme.

Wie es mit einem Nachtragsvoranschlag aufgrund der vorgeschlagenen Investitionen aussehe, wollte Josef Frank wissen. Jirsa blockte ab. Das sei erst zu diskutieren, wenn feststehe, was heuer tatsächlich noch investiert werde.