Erstellt am 21. Juni 2016, 12:11

von Sandra Frank

Das Herzstück des Kirchenwaldes ist eröffnet!. Über die Bäume des Hollabrunner Waldes hinweg blickt man jetzt bis zum Buschberg, den Schneeberg und nach Tschechien: Die Koliskowarte wurde aufgestockt und seiner Bestimmung übergeben.

 |  NOEN, Sandra Frank & Elias Tuzar

Die Gästeschar war groß, die sich diesen einmaligen Ausblick nicht entgehen lassen wollte. „Es ist eine sehr gelungene Konstruktion, das Herzstück des Kirchenwaldes“, so Manfred Breindl bei der Eröffnungsfeier. „Es ist ein Festakt für ganz Hollabrunn.“

Und tatsächlich waren unzählige Hollabrunner im Wald unterwegs, um zu sehen, wie am Aussichtsturm die „Hollabrunner Geschichte mit der Zukunft verbunden“ wurde, wie Bürgermeister Erwin Bernreiter das Bauwerk beschrieb. „Die Koliskowarte ist über sich hinaus gewachsen“, weiß der Stadtchef, dass der Wunsch, den Turm aufzustocken, schon sehr lange bestand.

Stadtmusik mit Uraufführung des Koliskomarschs

Schließlich war es die Privatstiftung der Weinviertler Sparkasse, die sich ein Herz fasste  und rund 300.000 Euro für die Aufstockung zur Verfügung stellte. „Es ist ein sehr schönes Stück Erde, das wir hier anbieten dürfen“, spricht Stiftungs-Vorsitzender Erich Glaser von einer „nachhaltigen Investition“.

„Ein Lied, das wie kein anderes an diesen Platz passt“, wurde vom Chor der Volksschule Koliskoplatz gemeinsam mit den Sängern des Kneipp-Vereins zum Besten gegeben: „Der Wald am Hollerbrunnen“ – ein Lied, das die ältere Generation problemlos mitsingen konnte.

Musikalisches hatte auch die Stadtmusik Hollabrunn zu bieten: Der Koliskomarsch, der eigentlich fürs Klavier komponiert wurde, wurde für Blasmusik arrangiert und bei der Eröffnungsfeier uraufgeführt.

 |  NOEN, Sandra Frank & Elias Tuzar


Nachdem Pfarrer Franz Pfeifer die Warte, aber auch die Menschen drum herum, gesegnet hatte, durften die Festgäste den Turm erklimmen. Altbürgermeister Max Kaltenböck und  Erich Glaser erkundeten in luftiger Höhe die Ortschaften.

Hoch hinaus ging’s auch für Landtagsabgeordneten Richard Hogl, der seine Wullersdorfer Gemeinde sofort erkannte. „Du könntest auch einen Turm bauen, dann können wir uns zuwinken“, scherzte Nationalratsabgeordneter Christian Lausch.

Einen sehenswerten Aufstieg legte auch Landtagsabgeordneter Walter Naderer hin: Er kletterte, gesichert von Sportunion-Obmann Hannes Tribelnig, außen den Turm hinauf. „Wer Interesse hat, auf die Koliskowarte zu klettern, kann sich bei Hannes melden“, weiß Arno Klien, Obmann der Freunde des Hollabrunner Waldes, der nicht nur Naderer beobachtete, sondern auch seine Gattin Inge, die ebenfalls die Aussichtswarte hinaufkletterte.