Erstellt am 20. Februar 2016, 05:49

von NÖN Redaktion

Diplomat stärkt die Achse zweier Städte. Jan Sechter, tschechischer Botschafter in Wien, tritt für die grenzüberschreitende Landesausstellung 2021 in Retz-Znaim ein.

Eine bedeutende Brücke verbindet Österreich mit Tschechien. Wird mit der Landesausstellung eine zweite hinzukommen? Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Für eine grenzüberschreitende NÖ Landesaustellung 2021 mit Retz und Znaim macht sich Jan Sechter, Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich, stark. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst betont er, dass er für die Bürgermeister der beiden Städte ein Gespräch in Znaim vermittelt habe, das spätestens Anfang März stattfinden werde. Die NÖN hat darauf bereits hingewiesen.

Grundlegendes zum Thema soll dabei besprochen werden. Sechter sieht in dieser Landesausstellung eine Belebung des Tourismus, wovon die gesamte Region nachhaltig profitieren könne. Retz und Znaim wollen sich bewerben, die Landesausstellung 2021 auszurichten.

Beeinträchtigung der Natur soll verhindert werden

Positiv hebt Sechter den geplanten Bau einer neuen Brücke über die Thaya hervor, die die Nationalparks Thayatal und Podyji verbinden soll. Damit würden Besuchern aus Österreich bei Wander- und Radtouren zeitraubende Umwege erspart bleiben. Die Brücke würde jedenfalls den regionalen Tourismus auf beiden Seiten beleben.

Mehrere Standorte werden ins Auge gefasst, berichtet auch Thayatal-Direktor Ludwig Schleritzko. Eine Beeinträchtigung der Natur solle möglichst verhindert werden. Ins Auge gefasst werden eher bestehende Wegenetze, die überbrückt werden könnten. „Wir sind aber von einer Errichtung weit entfernt. Das wäre wirklich ein Projekt für 2021.“

Schleritzko sieht die größte Hürde in der Finanzierung. Er ist übrigens wegen der Landesausstellung im Kontakt mit Retzer-Land-Geschäftsführer Reinhold Griebler. „Wir in den grenzüberschreitenden Nationalparks leben de facto das, was man sich bei der Landesausstellung 2021 erhofft.“

Sechters Wunsch, dass Wien und Brünn als Twin-Citys mit Schnellverbindungen zusammenwachsen, kommt die laufende Umweltverträglichkeitsprüfung mit der Umfahrung von Nikolsburg für die Verlängerung der A 5 auf tschechischer Seite entgegen: „Das bietet sehr viel Synergiepotenzial.“

NÖN-Community stimmte ab

Haben da wohl auch einige mitgestimmt, die aus den Lagern der Mitbewerber aus dem Marchfeld und dem Bezirk Korneuburg kommen? Die Hollabrunner NÖN wollte von ihrer Community auf NÖN.at jedenfalls wissen, ob sie ein gutes Gefühl hat, dass das Retzer Land das Rennen um die Landesausstellung 2021 machen wird.

Am Ende stand eine ganz knappe Mehrheit von 51 Prozent auf der Seite der Optimisten. Auch das ist möglicherweise ein Indiz für eine spannende Auseinandersetzung der Weinviertler Bewerber.