Erstellt am 26. November 2015, 11:43

von Michael Böck

Disput über Buskosten. Nicht alle Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung einstimmig akzeptiert - die Erhöhung des Bustransportpreises wurde diskutiert.

Patrick Eber (SPÖ) konnte der Mehrbelastung für Familien nicht zustimmen. Fotos: Archiv  |  NOEN, Archiv

Vieles wurde in der Gemeinderatssitzung vergangenen Montag besprochen. Renate Mihle vom Förderprogramm Leader gab zu Beginn einen Überblick über ihre Organisation, die sich der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, dem Naturschutz und kulturellen Erbe sowie dem Gemeinwohl für die ländliche Region verschrieben hat.

Weinstraßen-Mitgliedsbeitrag erhöht

Einen weiteren Vortrag hielt Gemeinderätin Tanja Dworzak über die Weinstraße Weinviertel West, bei der sie als Obfrau fungiert.

Dabei musste sie, wie schon so oft, den veränderten Mitgliedsbeitrag erklären. Dieser wird nicht mehr auf Basis der Einwohnerzahl berechnet. Er setzt sich nun aus der Weinbaufläche, der Tourismusklasse, den Einwohnern und der Weinstraße-Nähe zusammen.

Die Erhöhung für Zellerndorf beträgt 1.549,03 Euro – also von 2.655 auf 4.204,03 Euro jährlich. Tanja Dworzak war bemüht, die Mehrkosten mit einem immer mehr angekurbelten Tourismus zu rechtfertigen – was ihr auch gelang. Die Abstimmung für eine Mitgliedschaft verlief ohne Widerworte.

Bustransportkosten im Schulausschuss

Nicht alle Tagespunkte gingen so glatt durch. Einer geplanten Erhöhung der Bustransportkosten für Schulkinder, die pro Kind 10 Euro monatlich beträgt, hielt Patrick Eber (SPÖ) dagegen. Einer Mehrbelastung für (vor allem einkommensschwache) Familien könne seine Fraktion nicht zustimmen.

Daraufhin schlug Bürgermeister Markus Baier vor, die Causa nochmals im Schulausschuss zu besprechen. So soll es zu einem Konsens kommen.

Ein weiterer Tagespunkt, der sich auf die Schule bezog, war die Erhöhung des Bastelbeitrags. Dieser sei lange nicht geändert worden und musste an die momentane Preislage angepasst werden. Diese Maßnahme sahen alle Versammlungsteilnehmer ein.

Außerdem wurde beschlossen, dass der Deponiebetrieb in Zellerndorf aus Kostengründen nicht mehr fortgesetzt wird. Eine Aufforstung muss aus vertraglichen Gründen erfolgen.