Erstellt am 18. November 2015, 05:08

von Sandra Frank

„Ehrenvolle Aufgabe“. Neuer Vizepräsident / Der Roseldorfer Weingüter-Winzer Reinhard Zöchmann löst Ernst Kellner im NÖ Weinbau verband ab.

Der Roseldorfer Winzer Reinhard Zöchmann ist neuer Vizepräsident des NÖ Weinbauverbands. Foto: Franz Enzmann  |  NOEN, Franz Enzmann

Wenn es um den Weinbau geht, dann kommt man an einem Namen im Bezirk nicht mehr vorbei: Reinhard Zöchmann. Er ist Obmann des Bezirksweinbauvereins, in seiner Funktion als Landeskammerrat ist er ebenfalls für den Weinbau zuständig. Und jetzt ist er auch noch Vizepräsident des NÖ Weinbauverbandes.

„NÖ Weinbau mit aller Kraft vertreten“

„Die Geschichte begann, als mich Ernst Kellner vor zwei Jahren gefragt hat, ob ich in der Landeskammer sein Nachfolger werden möchte“, erinnert sich Zöchmann.

Nach entsprechenden Sitzungen und schließlich der Wahl „hat die Geschichte ihren Lauf genommen“, spielt er auf ein Gespräch mit NÖ-Weinbaupräsident Franz Backknecht an. Denn dieser meinte, wenn Kellner als Vizepräsident des NÖ Weinbauverbands aufhöre, „kann ich das ja auch gleich übernehmen – vorausgesetzt, ich werde gewählt“.

Der Weinbauverband stimmte ab und wählte den 40-Jährigen zum neuen Vizepräsidenten. „Jetzt habe ich die Aufgabe, den niederösterreichischen Weinbau mit aller Kraft zu vertreten“, erklärt der Winzer.

„Ist natürlich eine straffe Zeiteinteilung“

Seine Amtszeit wird fünf Jahre dauern. „Es ist eine sehr ehrenvolle Aufgabe und wichtig, dass sich jemand dieser annimmt“, sagt das Mitglied der Winzerplattform weingueter-weinviertel.at über seine Motivation, das Amt zu übernehmen. Er könne sich nun viel mehr für den Weinbau einsetzen.

Als Vizepräsident ist der Familienvater auch im Vorstand des Österreichischen Weinbauvereins vertreten. „Es ist natürlich eine straffe Zeiteinteilung“, sagt der Landwirt auf die Frage, wie er alle seine „Wein-Ämter“, Betrieb und Familie unter einen Hut bringt. „Das geht sich alles nur aus, weil wir in der Familie wirklich zusammenhelfen.“

Seine Eltern arbeiten nach wie vor im Betrieb mit, seine Frau Kathrin beschreibt er als „überfleißig“ und die Kinder, Lara und Benedikt, sieht man im Heurigenbetrieb ebenfalls mit Tablett und Schürze durch das Weingut flitzen.