Erstellt am 06. Mai 2016, 04:14

von Karin Widhalm

Ein Naturerbe im Scheinwerferlicht. Die Nationalparks Austria werben in Print und TV für sich. Das Thayatal wird im nächsten Jahr verstärkt in den Fokus gerückt.

Präsentierten die Kampagne (v.l.): Ludwig Schleritzko, Andrä Rupprechter und Alexander Hofmann. Foto: Karin Widhalm  |  NOEN, Karin Widhalm
Die „Niederösterreich heute“-Zuseher, Autofahrer oder Fußgänger kennen das vielleicht schon: Die Nationalparks Austria haben eine neue Kampagne ins Leben gerufen: „Nichts berührt uns wie das Unberührte“ ist auf Plakaten und im Fernsehen zu sehen.

Drei Spots werfen einen Blick auf das Naturgeschehen in den Nationalparks Gesäuse, Kalkalpen und Neusiedler See.

Von Sehnsucht nach unberührter Natur überzeugt

Die Dachmarken-Kampagne stellten drei Männer am vorigen Mittwoch in Wien vor: Umweltbundesminister Andrä Rupprechter, Nationalpark-Direktor Ludwig Schleritzko (Thayatal) und Alexander Hofmann. Er entwickelte mit seiner Werbeagentur die Kampagne.

„Ich möchte, dass das Naturerbe Österreichs genauso in den Herzen verankert ist wie das Kulturerbe Österreichs“, betont Schleritzko, der zudem als Projektleiter der Öffentlichkeitsarbeit für die Nationalparks Austria verantwortlich ist.

Er beruft sich auf eine Studie, die die Nationalparks Austria beauftragt und marketagent.com durchgeführt hat: 88,4 Prozent der 1.514 Befragten halten es für sehr wichtig, das Naturerbe zu erhalten. Die für drei Jahre geplante Kampagne soll die Lust wecken, die „Schätze vor der eigenen Haustür“ zu entdecken.

Hofmann ist davon überzeugt, dass die Menschen eine tiefe Sehnsucht nach einer unberührten Natur haben. Die malerische Vielseitigkeit der sechs Nationalparks wird deshalb hervorgehoben – vom Hochgebirge über Flussläufe bis hin zu Steppenlandschaften.

Südkoreanische Gruppe informierte sich vor Ort

Rupprechter betont, dass die Nationalparks „zu den Kronjuwelen meines Ressorts“ gehören und Aushängeschilder für Österreich sind. Sie hätten „internationale Vorbildwirkung“. So suchte eine Delegation aus Kroatien die österreichischen Nationalparks auf, um die Ranger-Ausbildung kennenzulernen.

Eine Gruppe aus Südkorea informierte sich im Thayatal, wie ein gemeinsamer Naturraum Grenzen überwinden kann. Und: Demnächst wird eine Delegation aus dem Iran erwartet.

Der Minister verwies zudem auf die Vernetzung der Danubeparks und die mobile Wasserschule der Hohen Tauern. Letzteres sei auch in China, Uganda und Brasilien gefragt.

Der Nationalpark Thayatal wird im nächsten Jahr präsentiert. Was im Film zu sehen sein wird, steht noch nicht fest, berichtet Schleritzko.