Erstellt am 09. Dezember 2015, 11:30

von Sandra Frank

Ein „wahrlich guter Morgen“ für den Ausbau der S 3. „Es ist ein wahrlich guter Morgen“, mit diesen Worten eröffnete Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, die Pressekonferenz im Hollabrunner Gasthaus Riepl am Mittwoch.

Josef Decker, Straßenbaudirektor des Landes NÖ, und Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, sprachen im Hollabrunner Gasthaus Riepl über den positiven UVP-Bescheid der S 3 und die weiteren Schritte bis zum Baubeginn, der für Herbst 2016 anvisiert ist. Foto: Frank  |  NOEN, Sandra Frank
Das Thema: der positive UVP-Bescheid für den Bau des Abschnitts Hollabrunn-Guntersdorf der Weinviertler Schnellstraße S 3.  Die Asfinag habe erwartet, dass der Bescheid positiv sein würde, aber: „Wir sind überrascht, dass der Bescheid noch vor Weihnachten gekommen ist, das ist ein schönes Geschenk.“

Denn Walcher weiß, wie wichtig der Ausbau der S 3 und die damit einhergehende Entlastung der B 303 ist. Etwa 90 Prozent des derzeitigen Verkehrs können aus den Ortschaften Suttenbrunn, Schöngrabern, Grund und Guntersdorf gebracht werden.

„Zustimmung zu diesem Projekt in Österreich einzigartig“

„Von etwa 15.000 Fahrzeugen täglich auf nur noch 1.000 herunterzufallen, das ist nicht nur eine deutliche Entlastung der Orte, sondern bringt auch ein ganz neues Lebensgefühl“, weiß Straßenbaudirektor Josef Decker.

„Die Zustimmung zu diesem Projekt ist in Österreich einzigartig“, kennt Walcher die Stimmung in der Bevölkerung.  Der Querschnitt der Strecke sei so gewählt worden, dass der überregionale Verkehr nicht angezogen wird.

Das ist aber nicht die einzige Besonderheit des Projektes S 3:  Erstmals wurde das Wasserrecht gemeinsam mit der Umweltverträglichkeitsprüfung abgehandelt. Auch, dass die Einreichung für die Materienrechte bereits vor der abgeschlossenen UVP stattfand, sei besonders.

x  |  NOEN, Asfinag


Im Frühjahr werden die naturschutzrechtlichen Bewilligungen erwartet und auch, was die nun notwendigen Grundeinlösen betrifft, ist Walcher guter Dinge: 140 Hektar müssen für dieses Projekt eingelöst werden, das sind etwa 200 Grundeinlösefälle. „Hier ist zu erwarten, dass diese positiv verlaufen, da der Zuspruch in der Region so groß ist.“

2016 soll aber nicht nur endlich mit dem Ausbau der Weinviertler Schnellstraße begonnen werden. Das Land NÖ will dann auch mit den Bauarbeiten zur „Spange Guntersdorf“ starten. Diese verbindet die Retzer Spange mit der neuen S 3 und soll gleichzeitig fertiggestellt werden.