Erstellt am 24. Februar 2016, 05:34

von NÖN Redaktion

Eishockey-Ass tischt Grenzland-Küche auf. Der Vertrag ist unterzeichnet: Jitka & Peter Pucher pachten das Weinschlössl und lassen kulinarische Welten aufeinandertreffen.

Das Weinschlössl wurde vor Polaks Übernahme restauriert.  |  NOEN, Pucher

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern der Weinstadt, jetzt erreichte die NÖN die offizielle Nachricht: Das Weinschlössl eröffnet am 1. April mit neuem gastronomischen Konzept. Das Betreiberpaar Jitka und Peter Pucher lässt Weinviertler und südmährische Küche aufeinandertreffen.

x  |  NOEN, Pucher

Dem geschichtsträchtigen Haus wird ein Kapitel hinzugefügt: Das frühere k.u.k.-Tröpferlbad aus dem 18. Jahrhundert beherbergt mit dem Frühlingserwachen die „Mährische Botschaft im Weinschlössl“.

Das Restaurant soll für eine Begegnung zweier kulinarischer Welten stehen, die sich nur auf den ersten Blick sehr ähnlich sind. „Wir servieren regionale Klassiker beidseits der Grenze, gekocht und serviert von österreichischer wie tschechischer Meisterhand – auf leicht gehobenem, gutbürgerlichen Niveau“, erklärt der neue Pächter Peter Pucher.

„Konzept ist im Weinviertel einzigartig“

Das breite Spektrum wende sich nicht nur an die heimischen Gäste, sondern bewusst auch an Touristen – und an Gäste aus Tschechien. „Peter Pucher bringt nicht nur gastronomische Erfahrung mit“, erzählt Karl Burkert, Geschäftsführer der Althof GmbH. „Er ist in seiner Heimat auch eine nationale Größe im Eishockey-Sport.“

Dies und die Grenzland-Küche als gastronomisches Thema sollen für die Tourismusstadt Retz neue Gäste erschließen. Das wünscht sich Bürgermeister Helmut Koch: „Das Konzept ist im Weinviertel einzigartig“, sind er und Vizebürgermeister Alfred Kliegl überzeugt.

Aktuell arbeiten die Puchers fieberhaft an den Vorbereitungen – und damit an diversen Umbauarbeiten im Lokal. Peter Pucher will aber nicht zu viel verraten. „Details zur neuen Einrichtung, zur Speisekarte und zu den Öffnungszeiten geben wir ab Mitte März bekannt“, lächelt der Crack, der mit Orli Znojmo aktuell um den Titel in der Erste Bank Liga (EBEL) kämpft.

„Wir freuen uns sehr darauf, bald loszulegen – und sind jetzt schon gespannt auf viele nette Bekanntschaften!“


Historie

  • Das Haus wurde zwischen 1898 und 1901 erbaut und als Tröpferlbad aus der k.u.k.-Zeit genutzt. Der Name kommt daher, dass es bei starkem Besucherandrang in der öffentlichen Badeanstalt zu Engpässen in der Wasserversorgung kam.

  • Die Gastronomie zog in den 1980er Jahren in das Haus ein. Patricia und Julius Polak waren 2011 die Nachfolger von Otto Axenkopf. Gault Millau verliehen ihnen für ihr Können eine Haube. Sie kündigten 2015 den Vertrag und kehrten in ihr Heimatland Tirol zurück.

  • Die Althof GmbH, Tochtergesellschaft der Stadtgemeinde, ist der Verpächter des Gebäudes.

  • Jitka & Peter Pucher, neuerdings die Weinschlössl-Pächter, bringen gastronomische Erfahrung mit, aktuell führen sie aber keine weiteren Restaurants.