Erstellt am 25. Oktober 2015, 08:57

Erste Hilfe an der HAK/HAS Hollabrunn. An einem Nachmittag im September 2015 besuchten 21 Lehrerinnen und Lehrer der BHAK/BHAS Hollabrunn einen Auffrischungskurs für Erste Hilfe, lag doch der letzte bereits zweieinhalb Jahre zurück.

 |  NOEN, BHAK/BHAS Hollabrunn
Wiederum wollte man Sorge tragen, im Ernstfall richtig reagieren zu können: Sowohl im Schullalltag und auf Schulveranstaltungen als auch im privaten Leben soll in Notsituationen sinnvoll gehandelt werden! Vor allem der Angst vor dem Anpacken sollte abgeholfen werden, da die Richtlinien für die Erste Hilfe in den letzten Jahren wiederum vereinfacht wurden:

Man kann als Ersthelfer nichts falsch machen, wenn die G-A-S–Regel beachte wird:
Diese Buchstaben stehen für:

G efahr erkennen!
A bstand halten, Gefahrenstelle a bsichern – wenn ohne Selbstgefährdung möglich!
S pezialkräfte anfordern! Diese vorab informieren!

Der sehr kompetente, aber auch humorvolle Referent Peter Bamlitschka, Lehrsanitäter und Ausbildner beim Roten Kreuz, hauptberuflich Polizist und nun im Innenministerium tätig, zeigte an eifrig mitarbeitenden Freiwilligen wichtige Fertigkeiten der Erstsicherung, wie lebensrettende Sofortmaßnahmen, Herbeirufen von unterstützenden Hilfskräften, Bergung aus Gefahrenzonen, Beurteilung von Bewusstsein und Atmung, korrekte Seitenlage und stetige Kontrolle.
 
Doch einen Grundsatz darf  man niemals außer Acht lassen: Eigenschutz geht vor Fremdschutz! Selbstüberschätzung oder Missachtung von Gefahren hilft niemandem!
 
Weiters hatten die Kursteilnehmer Gelegenheit, an einer Puppe Herzdruckmassage, Beatmung und den korrekten Einsatz eines halbautomatischen Defibrillators zu üben.

Die Scheu vor diesem Gerät wurde dadurch gemindert, dass alle hören konnten, dass der Defi konkrete Handlungsanweisungen gibt. Ebenso wurden wirksame Blutstillung, Wärmeerhaltung, spezielle Notfälle und Verletzungen thematisiert, anschließend ging Herr Bamlitschka ausführlich auf Fragen der Teilnehmer ein.
Besonders betont hat der Kursleiter auch die Bedeutung der psychischen Betreuung, denn zu den wichtigen Aufgaben des Ersthelfers zählen: selbst Ruhe zu bewahren und den Patienten nach Möglichkeit zu beruhigen