Retz

Erstellt am 22. September 2016, 05:03

von Karin Widhalm

Platz für die FF Retz und andere Pläne. Feuerwehr behandelte Löschwasser-Versorgung und möglichen Zubau mit Bürgermeister. „Matrix“ wird im Herbst erstellt.

Der Zubau ist für die linke Seite geplant.  |  NOEN, Franz Enzmann

Bei der letzten Sitzung informierte Bürgermeister Helmut Koch den Gemeinderat über ein Gespräch mit der FF Retz: Zum einen wurde die Löschwasserproblematik im Raum Lange Zeile und Fladnitzerstraße besprochen.

„Es gibt zwar eine Drucksteigerungsanlage, aber das Wasser ist trotzdem zu wenig“, spricht FF-Kommandant Markus Leidenfrost im NÖN-Gespräch von kleinen Leitungsrohren im Durchmesser von 80 Zentimetern. Das heiße aber nicht, dass Feuer nicht gelöscht werden könnte.

Die Situation wurde im Alarmplan aufgenommen. Den Haushalten würde im Fall des Falles das Wasser fehlen. „Wir wollten die Gemeinde darauf aufmerksam machen“, erklärt Leidenfrost. „Es gibt Lösungsansätze und wir werden schauen, dass wir das raschestmöglich umsetzen können.“

„Wir können darüber reden, wie sich’s die Feuerwehr vorstellt und wie unsere finanziellen Möglichkeiten aussehen.“

Bürgermeister Helmut Koch

Die Feuerwehr denkt auch über einen Zubau nach, um Platz für das neue Wechselladefahrzeug mit der Notfallplattform zu haben. Das 30 Jahre alte Haus soll zudem eine neue Fassade erhalten. Die Kosten werden insgesamt auf 150.000 Euro geschätzt, berichtete der Bürgermeister.

Der Platzbedarf sei nicht dringend, so Leidenfrost. Der Wechsellader stehe momentan im Feuerwehrhaus, die Plattform im Freien. „Aber es soll ja doch 25 Jahre halten.“ Ihm ist bewusst, dass der Stadtgemeinde mehrere Baustellen bevorstehen. „Vorrang hat jetzt das Feuerwehrhaus in Kleinhöflein“, denkt er an die Kollegen. „Wir wollen keinem etwas wegnehmen.“

Man habe ein konstruktives Erstgespräch geführt. Die Pläne seien nur wertfrei vorgetragen worden, sagte auch Koch. „Wir können darüber reden, wie sich’s die Feuerwehr vorstellt und wie unsere finanziellen Möglichkeiten aussehen.“

Der Tausch eines Tanklöschfahrzeuges stehe auch bevor, ergänzt Leidenfrost. Das verfolge man schon seit einigen Jahren. Das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) könnte 2020/21 erworben werden, „dann wäre der 4.000er 34 Jahre alt“.

Leidenfrost verweist noch auf die Matrix, die im Herbst wieder von Gemeinde, FF Retz und Landesfeuerwehrverband erstellt wird. Ermittelt wird unter Einbeziehung von Einsatzhäufigkeit, Einwohnerzahl und anderem, welche Ausrüstung benötigt wird. Da könnte sich herausstellen, dass Retz doch kein HLF braucht. „Da muss man schauen“, so der FF-Chef.