Erstellt am 16. März 2016, 11:56

von Christoph Reiterer

„Essen auf Rädern“ aus dem Gefängnis. In Hollabrunn wird es eine Änderung geben, was das „Essen auf Rädern“-Service betrifft.

Justizanstalt Sonnberg  |  NOEN, NÖN
Zuletzt wurden die Mahlzeiten im Studentenheim zubereitet. Doch das sei insgesamt unwirtschaftlich, wurde nun festgestellt. Als neuer Partner wurde die Justizanstalt Sonnberg gewonnen, wie Stadträtin Elke Stifter (SP) in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend berichtete.

Das wiederum schmeckte FP-Mandatar Christian Lausch nicht so sehr. Im Sinne einer Belebung der heimischen Unternehmer hätte es sich geziemt, die eigenen Wirte einzubeziehen; vor allem jenen Gastronomen, der vor dem Studentenheim für „Essen auf Rädern“ gekocht hatte.

Diätkoch: „Den tät ich gern kennenlernen …“

Stifter erklärte, dass man sowohl vom Landesklinikum als auch vom Pflegeheim eine Absage bekommen hatte und dass die Hollabrunner Wirte deshalb nicht infrage gekommen seien, weil sie das Service zum einen nicht 365 Tage im Jahr anbieten könnten und hier auch keine Diätküche zur Verfügung stünde.

VP-Bürgermeister Erwin Bernreiter warf ein, dass die Zahl der „Essen auf Rädern“-Menüs in letzter Zeit abgenommen habe und das Service auch deshalb für die Gastronomen nicht interessant sei.

Lausch meinte außerdem, dass auch die Justizanstalt Sonnberg über keinen Diätkoch verfügen würde. „Doch!“, entgegnete Stifter. Der Freiheitliche: „Den tät ich gern kennenlernen …“

Der Hollabrunner Gemeinderat beschloss schließlich einstimmig die neue Partnerschaft mit der Justizanstalt in Sonnberg.