Erstellt am 23. März 2016, 03:54

von Sandra Frank

Essen auf Rädern: „Wir sind auf alles eingestellt“. Justizanstalt Sonnberg ist bereit. Intern gab es bereits einen Probedurchlauf.

Franz Neuteufel: »Wir tun ein gutes Werk an der Gesellschaft. Ohne Gewinnabsichten.« Foto: privat  |  NOEN, privat

Essen auf Rädern wird in Zukunft in der Sonnberger Justizanstalt gekocht (

und unten). Eine Tatsache, die im Gemeinderat zwar einstimmig, aber nicht diskussionslos über die Bühne ging.

Lausch: „Man muss seine Hausaufgaben machen“

Für den bisherigen Anbieter, das Hollabrunner Studentenheim, sei dieser Auftrag unwirtschaftlich, wie Stadträtin Elke Stifer berichtete (SP). Die JA sei der einzige Anbieter, der in der Lage sei, an 365 Tagen die Versorgung zu gewährleisten. Die heimischen Wirte könnten das nicht, so Stifter.

Diese Aussage schmeckte FP-Gemeinderat Christian Lausch wenig. „Ich bin sicher kein Gegner der Justizanstalt. Aber man muss seine Hausaufgaben schon machen.“ Es hätte sich geziemt, zuerst die Gastronomen in der Stadt zu fragen. Und das sei nicht Geschehen.

„Haben einen Koch, der alles kochen kann“

Außerdem bezweifelt Lausch, dass die Anstalt über einen Diätkoch verfüge, auch wenn Stifter das Gegenteil behauptete. „Wir haben einen Koch, der alles kochen kann“, freut sich hingegen Franz Neuteufel, interimistischer Leiter der JA, den Auftrag erhalten zu haben. Jener Beamte, in dessen Zuständigkeit die Küche fällt, sei ebenfalls ausgebildeter Koch.

„Sogar Diätkoch. Er weiß, wovon er spricht“, versichert Neuteufel. Und: Wir sind auf alles eingestellt“, sei die Anstaltsküche auf gesundheitliche wie auch religiöse Vorgaben vorbereitet.

Weites hätte die Anstalt den Auftrag nicht angenommen, wenn nicht alle Beteiligten hinter diesem Projekt stehen würden. Es gab sogar schon einen internen Probedurchlauf, um sich mit dem künftigen Ablauf vertraut zu machen. „Wir tun damit ein gutes Werk an der Gesellschaft und haben dabei keine Gewinnabsichten.“

Die derzeitigen 30 bis 35 Portionen, um die es sich hier handle, machen gerade einmal zehn Prozent der täglichen Menge aus, die in der Anstalt benötigt werde.

NÖN.at hatte berichtet: