Erstellt am 18. August 2016, 04:10

von Michael Böck

Wehr feiert 125 Jahre. Die Feuerwehr Jetzelsdorf wurde im Jahre 1891 gegründet. Dieses Jubiläum beging man gebührlich mit einem eigenen Festakt.

Die Ehrengäste beim Fest (v.l.): Gerhard Schmelzenbart, Reinhard Scheichenberger, Alois Zaussinger, Markus Zahlbrecht, Andreas Sedlmayer, Christian Lehninger, Richard Hogl, Franz Pröstler, Martin Schmied, Michael Biedermann, Anton Schwarz, Adolf Waltner, Martina Böck, Johann Thürr sowie Erich Mokesch. Foto: Michael Böck  |  Michael Böck

Feierlich schritten die Feuerwehren des Abschnittes Haugsdorf am Sonntag mit vielen Bürgern zur Messe vor das Feuerwehrhaus.

„Ja, ja, da sieht man, wie die Zeit vergeht“

Pater Placidus Leeb sprach vom 120-jährigen Jubiläum, woraufhin ihn Bürgermeister Andreas Sedlmayer auf diese kleine Fehlinformation hinwies. „Ja, ja, da sieht man, wie die Zeit vergeht“, war die nüchterne Antwort, die für viel Gelächter im Publikum sorgte.

Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Zaussinger betonte die Wichtigkeit des Abschnittsfeuerwehrtages, der eine „Wertschätzung für alle Kameraden“ bedeute. Landtagsabgeordneter Richard Hogl überbrachte die besten Wünsche von Landeshauptmann Erwin Pröll sowie eine Dank- und Anerkennungsurkunde des Landes NÖ.

Bezirkshauptmann-Stellvertreter Michael Biedermann betonte, dass das österreichische Feuerwehrwesen nur durch die zahlreichen Freiwilligen funktioniere, die tagtäglich viel Freizeit für die Sicherheit der Bevölkerung opfern. „Das ist Idealismus, der hier in Jetzelsdorf gelebt wird“, richtete er sich an die Feuerwehrkameraden.

Idealismus, der seit nunmehr 125 Jahren gepflegt wird.

Am 29. Juni 1891 wurde aufgrund vieler vorangegangener Brände und Katastrophen unter dem Vorsitz des damaligen Bürgermeisters Karl Bauer die Wehr gegründet. Angeschafft wurden eine Handspritze mit acht Metern Saugschläuchen sowie diverse Dachleitern und Steiger, um für alle Fälle gewappnet zu sein.

Am 1. Juni 1893 wurde das erste Zeughaus an derselben Stelle, an der das FF-Haus noch heute steht, eingeweiht.

Am Samstag wurde auch ein Kuppelcup abgehalten. Sieger wurde Untermarkersdorf mit 18,67 Sekunden. Zweiter und Dritter wurden Sierndorf 1 sowie die Alberndorfer Gruppe.

Ehrungen:

Ehrenzeichen für verdiente Feuerwehrleute
Leopold Weinwurm, Leopold Eser, Rudolf Hammerschied, Christian Gall, Andreas Kornherr, Reinhold Pröstler, Johann Bauer, Gerhard Schuster, Peter Schichta, Harald Wortha, Friedrich Weirosta, Bernadette Seidl, Dominik Widl.

Verdienstmedaille Bronze des Landesfeuerwehrverbandes
Josef Kralitschek, Franz Ecker, Franz Gehring.

Ehrenurkunde für 60-jährige Tätigkeit
Rudolf Pletzer, Franz Sulzberger, Johann Sailer, Herbert Schöberl, Johann Dietrich, Herbert Pröstler, dolf Weinberger, Josef Geischläger, Franz Zöch, Hermann Loidold.

Ehrenurkunde für 50-jährige Tätigkeit
Leopold Hengl, Karl Schicha, Karl Girlich, Franz Gehring, Walter Dittinger.

Ehrenurkunde für 40-jährige Tätigkeit
Franz Seidl, Leopold Eser, Johann Kitla, Johann Müllner, Adolf Waltner, Johann Lehner, Franz Gruber, Werner Bauer

Ehrenurkunde für 25-jährige Tätigkeit
Wolfgang Seidl, Andreas Zöch, René Kruspel, Markus Glanz,
Franz Pröstler, Johann Eichhorn, Hermann Gattermayer.