Erstellt am 05. März 2016, 06:54

von Franz Enzmann

Flüchtlinge privat untergebracht. 18 Personen haben ein Quartier in Haugsdorf. Die Caritas betreut die Familien. Sedlmayer: „In Gasthäusern wird schon heftig diskutiert.“

Diese Haugsdorfer Liegenschaft dient als Unterkunft für 18 Flüchtlinge aus Afghanistan. Foto: Franz Enzmann  |  NOEN, Franz Enzmann
In einem geräumigen, einstöckigen Wohnobjekt in der Laaerstraße 20 sind seit kurzer Zeit drei Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan untergebracht. Es handelt sich um acht Erwachsene und zehn Kinder, die sich in der Grundversorgung befinden und keinen offiziellen Asylstatus haben.

Die Marktgemeinde informierte die Bürger in einem Flugblatt. Als Unterkunftsbetreuer fungiert das Institut IPC GmbH in St. Pölten. Die mobilen Einrichtungsdienste der Caritas kontrollieren die Unterkünfte und betreuen die Familien, etwa mit Gutscheinen für Schulartikel. Die Familien versorgen sich selbst mit Lebensmitteln.

Debatte unter den Bürgern läuft

„Die Gemeinde wird sobald als möglich ein Gespräch mit der Caritas führen, um einen ordnungsgemäßen Schulbesuch der Kinder zu gewährleisten“, berichtet Bürgermeister Andreas Sedlmayer.

Geklärt werden soll auch, ob die Kinder Bekleidung, Spielsachen oder andere Dinge benötigen. „Die Pfarre wird versuchen eine zusätzliche Betreuung einzurichten, damit etwaige Spenden und Hilfestellung aus der Bevölkerung möglich gemacht werden können“, steht im Handzettel.

Das Haus steht im Privatbesitz. „Der Wiener Hauseigentümer darf für die Flüchtlingsunterbringung nur das Erdgeschoss und die Räumlichkeiten im ersten Stock benützen“, teilt der Ortschef auf Anfrage mit.

Unter den Bürgern läuft die Debatte: „In den Gasthäusern wird die Flüchtlingsunterbringung schon teilweise heftig diskutiert. Aber die Ortsbewohner sind froh, dass nur Familien untergebracht werden und keine alleinstehenden Jugendlichen“, erzählt Sedlmayer.